Edlira Zani in ihrer Modeschule in Tirana. Die Menschen waren geradezu ausgehungert nach Mode und Design. Foto: BR | Astrit Ibro

Weltfrauentag in Albanien
Durch Mode zum Erfolg

Edlira Zani ist eine eher zurückhaltende Dame Mitte 50. Doch die Modedesignerin im praktischen rot blauen Arbeitslook kann sich durchsetzen. Vor mehr als 20 Jahren gründete sie in der albanischen Hauptstadt Tirana die erste Modeschule in Albanien, die Partnerschule einer Modeschule in Athen. „Ich kann viele Erfolge aufzählen“, meint sie stolz. Denn die Absolventen ihrer Schule haben als Stylisten, Kostümnäher am Theater oder Designer Karriere machen können, sowohl in Albanien, als auch im Ausland. Die Studierenden lernen schneidern, nähen nach Modellen oder zeichnen ihre Designideen und lernen in Edlira Zanis Modeschule SPMB auch, wie man alles rund um die Mode managen kann.

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Im kommunistischen Albanien des Diktators Enver Hoxha spielte Mode offiziell überhaupt keine Rolle. Modeboutiquen waren sogar verboten und viele Albanerinnen schneiderten sich deswegen ihre Kleider selbst. In dieser Hinsicht war der Bruch von Enver Hoxha mit der Sowjetunion vielleicht sogar ein Glück, denn der neue Verbündete war China und von dort wurden unter anderem  schöne Stoffe nach Albanien importiert. Was die Schnitte oder andere modische Aspekte anging, holten sich viele Albanerinnen auch Anregungen aus dem italienischen Fernsehen, was vor allem entlang der Adriaküste und Tirana trotz eines Verbots empfangen werden konnte. Von einer Modeschule konnte man also nur träumen und Edlira Zani tat das auch. Nach dem Ende des Kommunismus ging sie auf eine Modeschule nach Athen und kehrte dann wieder nach Tirana zurück.

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