Egon Schiele, „Blinde Mutter“, 1914 - Foto | Photo: Leopold Museum, Wien | Vienna/Manfred Thumberger

Egon Schiele-Jubiläumsschau im Wiener Leopold Museum
'Ich bin Mensch, ich liebe den Tod und liebe das Leben'

Unverhüllt, unverstellt, visionär. Was die sehr umfangreiche Jubiläumsschau im Wiener Leopold Museum den Besuchern bietet ist die bislang umfassendste Darstellung des Lebenswerks Egon Schieles.

 

Der Ausnahmekünstler war seiner Zeit weit voraus. Von einer damals bigotten Wiener Gesellschaft waren seine Darstellungen von Fragilität und Vergänglichkeit des menschlichen Körpers als „schockierend“ betitelt worden. Nur wenig später verfemten die Nationalsozialisten seine Kunst als „entartet“.

 

Die Würdigung seines revolutionären schöpferischen Stils erfolgte tatsächlich erst Jahrzehnte später.

Egon Schiele - Impressionen seines Werks

Video/Kamera: Tamara Link

Galionsfigur des österreichischen Expressionismus

Dass sich Egon Schiele als noch sehr junger Künstler zum bedeutendsten Vertreter, mehr noch zur Galionsfigur des österreichischen Expressionismus entwickeln sollte, lag zum einen an seinem großen Vorbild und Mentor Gustav Klimt – aber auch daran, dass er dessen kreative Ästhetik letztlich überwand und zu seinem ganz eigenen radikalen Stil gefunden hatte. Dennoch musste Schiele beinahe bis zu seinem Lebensende um künstlerische Anerkennung kämpfen.

 

Am Tag der Beerdigung seiner Frau Edith starb auch Egon Schiele in Wien im Jahr 1918 an der Spanischen Grippe. Er wurde 28 Jahre alt.

 

Die Jubiläumsschau im Wiener Leopold Museum anlässlich des 100. Todesjahres des Ausnahmekünstlers ist bis Ende November geöffnet. In dieser Zeit wird diese Ausstellung dreimal verändert und um zusätzliche Exponate, hauptsächlich Egon Schieles Zeichnungen, ergänzt.

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