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Seit drei Jahrhunderten ist der Hof von Biobauer Sebastian Herzog in Familienbesitz. Foto: BR | Clemens Verenkotte

Was läuft bei unseren Nachbarn besser?
Österreichs Bio-Bauern

Seit vielen Jahren ist Österreichs Bio-Landwirtschaft innerhalb der Europäischen Union führend. In keinem anderen EU-Land werden so viele Anbauflächen ökologisch genutzt wie in Österreich. Über 20 Prozent der gesamten Anbaufläche werden ökologisch genutzt. Im Bundesland Salzburg sind es 50 Prozent, im Pinzgau sind es sogar 80 Prozent aller Flächen, die von Bio-Bauern bewirtschaftet werden.

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Bio in Österreich

Material: Clemens Verenkotte

Mitarbeit: Christine Dériaz

Video: Karin Straka

Frühzeitig, schon in den 1990er Jahren, förderten Österreichs Regierungen die biologische Landwirtschaft. Nationale Bestimmungen für eine biologische Produktion wurden festgelegt, noch bevor es die EU-Richtlinien dafür gab. Und: Bereits Mitte der 90er Jahre stieg der Lebensmitteleinzelhandel ein, um biologische Lebensmittel in den Geschäften zu platzieren. 2001 startete Österreich das erste Bio-Aktionsprogramm mit dem Ziel, die Größe der Bio-Flächen und den Absatz von Bio-Lebensmitteln zu erhöhen. Jetzt, für den Zeitraum von 2015 bis 2020, sieht das aktuelle Bio-Aktionsprogramm der Regierung nochmals eine deutliche Weiterentwicklung der biologischen Landwirtschaft vor.

 

Der 28jährige Sebastian Herzog betreibt mit seiner Frau einen Biohof in Leogang im Pinzgau, im südwestlichsten Zipfel des Bundeslandes Salzburg. Seit drei Jahrhunderten ist der Hof in Familienbesitz. Organische Landwirtschaft hat auf dem Herzog-Hof Tradition: Sebastians Großvater stellte bereits in den 70er Jahren um, zusammen mit einigen Nachbarn im Tal. Damals waren sie eher einsame Vorreiter:

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Gertraud Grabmann, die Vorsitzende von Bio Austria, hat vor drei Jahren ihr Amt übernommen: 12.500 Mitglieder zählt die Organisation, das sind circa 60 Prozent aller österreichischen Biobauern. Daheim, in Münzkirchen im Innviertel, unterhält sie mit ihrem Mann einen Bio-Betrieb, mit Mutterkuhhaltung, Freilandschweinen, Dinkel und Kartoffeln. Sie verkaufen ihre Erzeugnisse direkt, laden Schulklassen und Besuchergruppen ein. Biobäuerin ist Gertraud Grabmann um die Jahrtausendwende geworden, und seitdem hat sie die Entwicklung der (organischen) biologischen Landwirtschaft in ihrer Heimat aufmerksam verfolgt und – erlebt. Sie ist zuversichtlich, dass auch nach Antritt der neuen schwarz-blauen Bundesregierung unter  Kanzler Sebastian Kurz die Biolandwirtschaft weiter gefördert wird:

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Ilse Achleitner und ihr Mann Günter arbeiten in ihrem Biohof Achleitner in Eferding, Oberösterreich. Hier werden bis zu 10.000 Biokörbe pro Woche zusammengestellt, aus zehn verschiedenen Sortimenten und drei Größen für die Körbe. Das Ehepaar hat seit der Übernahme des elterlichen Hofs vor über 30 Jahren aus dem kleinen Betrieb mit 20 Hektar Fläche ein mittelständisches  Vermarktungsunternehmen für Bio-Lebensmittel aufgebaut, mit 130 Mitarbeitern, eigenem Anbau, einem weitflächigen Vertriebssystem, einem 500 Quadratmeter großen Biofrischmarkt samt Restaurant. Für sie, so sagt Ilse Achleitner rückblickend, sei die Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft in Österreich trotz aller Fortschritte nicht so rasch verlaufen, wie sie sich das zunächst vorgestellt hätten:

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Ilse und Günter Achleitner gehen durch ihren großen Biofrischmarkt, zum angrenzenden  „Kulinarium“, wie sie ihr Bio-Restaurant genannt haben. Dort können Kunden wie Mitarbeiter aus täglich wechselnden Menüs auswählen, vom Cordon Bleu vom Schwein mit Petersilienkartoffeln und Preiselbeeren, über Süßkartoffel Fenchel Risotto mit marinierten Fischstreifen bis hin zu Kohlrabicreme- oder Schwammerlcremesuppen.

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