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Der Präsident der bosnischen Republika Srpska, Milorad Dodik, und FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache (R) am Montag, 21. September 2015, im Rahmen einer Pressekonferenz der FPÖ zum Thema ´Beziehungen zwischen Österreich und der Republika Srpska´ anl. eines Besuchs des Präsidenten der Republika Srpska in Österreich. Foto: picture alliance | APA | picturedesk.com

Die FPÖ und die Republika Srpska
Brüder im Geiste?

Die Rechspopulistische FPÖ und die separatistische Führung der bosnischen Teilrepublik Srpska verbindet eine enge Freundschaft. Zuletzt besuchte FPÖ-Fraktionschef Johann Gudenus die Feierlichkeiten zum umstrittenen „Nationalfeiertag“ in Banja Luka. Dabei nahm er für sich und den Vizekanzler und FPÖ-Vorsitzenden Heinz-Cristian Strache den höchsten Orden der Republika Srpska entgegen. Nun schlägt in Österreich ein Interview Wellen, das der bosnisch-serbische Fernsehsender RTRS am 29. September 2017 mit Heinz-Christian Strache geführt hat. Strache war damals noch im Wahlkampf und äußerte sich zum Staat Bosnien-Herzegowina:

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Bosnien-Herzegowina ist seit dem Ende des blutigen Krieges Anfang der 90er Jahre ein defacto geteilter Staat. Denn Bosnien-Herzegowina hat nicht nur eine Gesamtregierung in Sarajevo, sondern besteht darüber hinaus aus zwei weiteren Landesteilen: das sind die kroatisch-muslimische Föderation und die „Republika Srpska“, der serbisch dominierte Landesteil. Während die muslimischen Bosniaken am Gesamtstaat festhalten, gibt es auf serbischer und kroatischer Seite separatistische Tendenzen. Diese Tendenzen unterstützte Heinz-Christian Strache im Fernsehinterview mit RTRS und stellte damit die staatliche Integrität Bosnien und Herzegowinas in Frage. In dieser Position ähnelt er dem Präsidenten der Republika Srpska, Milorad Dodik.

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Heute ist Heinz-Christian Strache österreichischer Vize-Kanzler, seine Aussagen aus dem September 2017 bestreitet er nicht: Gegenüber dem ORF Radio erklärte er, dass er zwar zur Integrität Bosnien und Herzegowinas stehe, genauso aber auch zum Selbstbestimmungsrecht der Völker. Florian Bieber vom Grazer Zentrum für Südosteuropastudien hält diesen Schulterschluss mit Separatisten für sehr problematisch:

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Wie aber ist diese Nähe der österreichischen Rechtspopulistien zu serbischen Separatisten zu erklären? Südosteuropaexperte Florian Bieber erklärt das mit pragmatischen und ideologischen Gründen:

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Reaktion des österreichischen Regierungssprechers Peter Launsky:

„Die Bundesregierung bekennt sich zur territorialen Integrität und Souveränität Bosnien und Herzegowinas, mischt sich nicht in innere Angelegenheiten Bosnien und Herzegowinas ein und unterstützt keine separatistischen Ambitionen.“

Reaktion der bosnischen Botschaft in Wien:

„Die Republik Österreich hat die Integrität Bosnien und Herzegowinas kontinuierlich unterstützt. Diese Kontinuität erkennen wir auch im Programm und in den Aktivitäten der aktuellen österreichischen Regierung.“

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