Festakt zur Übernahme von Bulgariens EU-Ratsvorsitz am 11.01.2017 in Sofia. Foto: Etienne Ansotte | EU-Kommission | dpa

Europa muss wieder glaubwürdiger werden
Deniza Slatewa zu Bulgariens EU-Ratspräsidentschaft

Sie kennt Deutschland seit Kindesbeinen, wurde 1975 als Tochter bulgarischer Eltern in der DDR geboren, wuchs im heutigen Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt) auf, als Teenager kehrte ihre Familie zurück nach Bulgarien, machte auf dem deutschen Gymnasium in Sofia Abitur, studierte, arbeitete zunächst für deutsche Unternehmen, bevor sie sich der Politik zuwandte: Deniza Slatewa sitzt für die Sozialistische Partei im Parlament, zählt zu den führenden außenpolitischen Köpfen und bereitete von Januar bis Mai 2017 als Vizepremierministerin in der Interimsregierung die EU-Ratspräsidentschaft Bulgariens vor. Für sie birgt die turnusgemäße Übernahme der Ratspräsident erhebliche Chancen – nicht allein für Bulgarien, sondern auch für die gesamte EU:

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„Europa muss wirklich zurück zu seinen ursprünglichen Wurzeln kommen und auch noch wieder das Thema soziales Europa und die Zukunftsperspektive vor allem für junge Leute wiederherstellen. Weil dieses Misstrauen in Europa, in die europäischen Institutionen ist Gott sei Dank in Bulgarien nicht so stark wie in anderen europäischen Ländern. Europa muss wieder glaubwürdiger werden.“ Foto: BR | Ekaterina Popova
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Viele Menschen in der Region, in Serbien, Albanien, Mazedonien und Montenegro, würden auf ein verlässliches Signal aus Brüssel warten, wann sich die EU-Ambitionen ihrer Heimatländer auch tatsächlich erfüllen werden:

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„Der einzige, mögliche Weg zur Stabilisierung der Region ist wirklich der Weg in die Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Es ist keine Entscheidung zwischen Osten und Westen. Wir sind alle Mitglieder in der EU. Wir pflegen aber gute Kontakte zu all unseren benachbarten Ländern, sprich auch Russland, und so muss es auch sein, auch geopolitisch. Weil sonst bleibt der westliche Balkan wie so ein weißer Fleck auf der Karte und historisch und politisch gehört er in die EU.“ Foto: BR | Ekaterina Popova
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Deniza Slatewa ist zuversichtlich, dass mit konkreten, schrittweisen Vereinbarungen mit der EU die Westbalkanstaaten Fortschritte auf dem Weg in die Europäische Union erzielen können. In den kommenden sechs Monaten während der Ratspräsidentschaft werde dies Bulgarien anregen und unterstützen.

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