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Silke Maier-Witt beim ARD-Interview in Skopje. Foto: BR | Schaban Bajrami

Ex-RAF-Terroristin Silke Maier-Witt über ihr Gespräch mit Jörg Schleyer
Treffen in Skopje

Sie sei „so einer direkten Begegnung immer ausgewichen“, einem Gespräch mit Familienangehörigen des 1977 von der RAF ermordeten damaligen Arbeitgeber-Präsidenten Hanns Martin Schleyer. Dieses Gefühl, so sagt die ehemalige RAF-Terroristin Silke Maier-Witt gegenüber dem ARD-Studio Wien, habe sie seit langem gehabt.

 

Dann, in der vergangenen Woche, erreichte sie eine Anfrage der Bild-Zeitung: Ob sie bereit sei zu einem Treffen mit Jörg Schleyer, dem jüngsten Sohn? In Skopje, der mazedonischen Hauptstadt, ihrem langjährigen Wohnort? Maier-Witt willigte ein: „Letztlich bin ich mitschuldig am Tod seines Vaters,“ und daher sei es jetzt auch an der Zeit gewesen, dies zum Ausdruck zu bringen. Sie bat den Sohn um Verzeihung. – Was ihr dabei durch den Kopf gegangen sei? „Mir ist nochmal klar geworden, dass die ganze Familie 40 Jahre lang immer noch danach auf der Suche ist, mehr Informationen zu bekommen, wie denn die letzten Stunden von ihrem Vater da gewesen sind.“

 

Silke Maier-Witt war nach ihrer Mittäterschaft an der Entführung und Ermordung Hanns Martin Schleyers in der DDR untergetaucht. Nach der Wende wurde sie enttarnt und 1991 zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. 1995 wurde Silke Maier-Witt vorzeitig aus der Haft entlassen und lebt heute in Mazedonien.

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Silke Maier-Witt beim ARD-Interview in Skopje. Foto: BR | Schaban Bajrami
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