"> " />
Der serbische Ex-General Ratko Mladic kommt am 22.11.2017 in einen Saal des UN-Kriegsverbrechertribunals für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag (Niederlande). Er wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Foto: dpa-Bildfunk | Peter Dejong

Erste Reaktionen in Bosnien-Herzegowina und Serbien
Lebenslänglich für Ratko Mladic

Jubel und Beifall brachen bei den Angehörigen der Opfer aus, als der Vorsitzende Richter des UN-Kriegsverbrechertribunals, Alphons Orie, das Strafmaß um 12 Uhr verkündete: „Wegen seiner Schuld an den genannten Verbrechen verurteilt die Kammer Herrn Ratko Mladic zu lebenslänglicher Haft.“ In Sarajevo konnten die Menschen der von 1992 bis 1995 belagerten Stadt auf Großleinwänden die Direkt-Übertragung aus dem Gerichtssaal in Den Haag verfolgen; in Srebrenica machte sich bei der Hinterbliebenen-Vereinigung „Mütter von Srebrenica“ die Anspannung Luft: „Gott, ich liebe Dich“, entfuhr es einer der Mütter, die ihre Männer und Söhne, Brüder, Enkel und Neffen bei dem – wie das Gericht jetzt festgestellt hat – Völkermord von Srebrenica verloren haben.

Lade Inhalte

Lade Inhalte Lade Inhalte
0:00 | 0:00

„Es ist gut, dass es lebenslänglich ist,“ sagt Hajra Catic von den Müttern von Srebrenica. Das Urteil sein von „symbolischer Bedeutung.“ Eine weitere Hinterbliebene hält mit ihren Gefühlen nicht hinter dem Berg:

Lade Inhalte

Lade Inhalte Lade Inhalte
0:00 | 0:00

Der Sohn von Ratko Mladic, Darko Mladic, erklärt, das Gericht sei von Anfang an „total parteiisch“ gewesen. „Ich bin nicht überrascht,“ wie der britische Telegraph Darko Mladic zitiert. In der serbischen Teilrepublik Bosnien-Herzegowinas, der Republika Srpska, fühlten sich viele Menschen in ihrer Meinung bestätigt: Es  würden nur Serben verurteilt, das UN-Kriegsverbrechertribunal sei alles andere als unparteiisch.

Lade Inhalte

Lade Inhalte Lade Inhalte
0:00 | 0:00
Was Sie noch interessieren könnte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.