Die Prevent-Gruppe istr das Herzstück des bosnischen Unternehmers Nijaz Hastor. Foto: dpa

Im bitterarmen Bosnien
Der Hoffnungsträger Nijaz Hastor

Nijaz Hastor ist ein bosnischer Autoteilezulieferer, der die deutsche Autoindustrie immer wieder in Angst und Schrecken versetzt. Heftige Schlagzeilen über ihn fallen auch, weil er immer mehr Firmen in Deutschland übernehmen will. Teilweise gegen den Willen von Angestellten. In Deutschland gilt Hastor als ein äußerst rücksichtsloser Geschäftsmann, der mit allen erdenklichen Mitteln versucht, seine Profitinteressen durchzusetzen. Seine Marktmacht als Autoteilezulieferer ist so groß, dass er sogar zeitweise VW in die Knie zwingen konnte.

Ein ganz anderes Bild ergibt sich, wenn man sich in Hastors Heimatstadt Gorazde, in den muslimischen Teil Bosniens, begibt. In dem ehemals kriegszerstörten Ort hat er eine moderne Fabrik für Autositze aufgebaut. Mittlerweile ist Hastor der wichtigste private Arbeitgeber in Bosnien. Er unterstützt Studenten mit Stipendien, beschäftigt auch Mitarbeiter aus dem ehemals verfeindeten serbischen Landesteil. In ganz Bosnien gilt Hastor als Hoffnungsträger.

 

 

 

Autor: Darko Jakovljevic

Kamera: Zarko Bogdanovic

Schnitt: Günter Stöger

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