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Vegan-Demonstration im Mai 2017 in Berlin. Foto: dpa

Weltvegantag am 1. November
Ernährungstrend "Vegan" auch in Serbien?

Für viele Serben ist der Fall klar. Sie haben eine ganz einfache Erklärung dafür, warum ihr Weltklasse-Tennis-Star Novak Djokovic keine Titel mehr gewinnt: Er ist zum Veganer geworden. Ohne die Kraft von Fleisch und Fisch ist der Meinung vieler Serben nach, kein Blumentopf zu gewinnen. Und so gut wie kein Rezept der serbischen Nationalküche kommt ohne Fisch oder Fleisch oder gar ohne Milch, Eier oder Honig aus.

Vegetarier und Veganer haben daher den Ruf, die Traditionen des Landes in Frage zu stellen. Die vegane Ernährung gilt vielen Serben als neumodische, typisch westliche Erscheinung die versucht, sich sektenartig auszubreiten. Was genau vegane Ernährung wirklich ist, das wissen offenbar nur wenige Serben. Ein Essen ohne Fleisch, das klingt für ihn nach Not und Armut, so ein Passant in Belgrad:

"Ich bin Serbe und mag Fleisch. Vegan zu sein würde bedeuten, den ganzen Monat lang kein Fleisch, nichts Gekochtes, nichts dieses, nichts jenes. Sollte ich, Gott behüte, in die Situation geraten, dass das für mich notwendig wird, würde ich's wahrscheinlich tun."

Passant, Belgrad

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Das sagen Passanten in Belgrad zum Thema "vegane Ernährung". Foto: picture alliance | reality
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Gleichzeitig finden sich an vielen Häuserwänden in Belgrad Grafittis mit der Aufforderung „Go Vegan“ – und die Zahl von Restaurants steigt, die vegane Gerichte anbieten oder sich gar ganz aufs Kochen ohne Tierprodukte spezialisiert haben. Etwa 3.000 Veganer soll es in Serbien mittlerweile geben – aber die Zahl ist schwer zu überprüfen. Sicher ist nur, dass sich auch auf dem Balkan immer mehr Menschen für eine Ernährung ohne tierische Fette und Eiweiße interessieren.

Und in Sachen Fleisch- und Milchkonsum führen die Serben ohnehin nicht die europäische Rangliste an. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt auf Grund des allgemein niedrigeren Lebensstandards ein gutes Drittel unter dem europäischen Durchschnitt.

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