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Heute wählen die Österreicher ihr neues Parlament. Foto: picture alliance/APA/picturedesk.com

Laut Umfragen liegt die konservative ÖVP vorne
Österreich wählt ein neues Parlament

Rund 6,4 Millionen Wahlberechtigte wählen am Sonntag, den 15. Oktober,  einen neuen Nationalrat in Österreich. Die vorgezogene Parlamentswahl ist nötig, nachdem im Mai die Große Koalition aus Sozialdemokraten (SPÖ) und den Konservativen (ÖVP) zerbrochen war. Der sozialdemokratische Bundeskanzler und Spitzenkandidat Christian Kern sagte bei der Stimmabgabe in Wien, er sei voller Optimismus. Sein ÖVP-Herausforderer Sebastian Kurzäußerste sich ähnlich, er hoffe auf ein gutes Ergebnis. In letzten Umfragen lag die ÖVP bei bis zu 34 %. Trifft das so ein, könnten die Konservativen zum ersten Mal seit Jahren wieder vor den Sozialdemokraten landen, und damit wohl den Kanzler stellen. Die SPÖ kämpft damit laut Umfragen mit der rechtpopulistischen FPÖ von Heinz Christian Strache um den zweiten  Platz. Wahlforscher geben allerdings zu bedenken, es sei unklar, wie sich diverse Wahlkampfaffären auf das Stimmverhalten der Österreicher auswirken könnten. Darunter die Facebook Affäre der SPÖ, die den Gegenkandidaten Sebastian Kurz angriff oder Umgang der ÖVP damit. Sollte die ÖVP die Nationalratswahl gewinnen, halten viele eine Koalition mit den Rechtspopulisten der FPÖ für wahrscheinlich. Es wäre das zweite Mal nach dem Jahr 2000, als ÖVP Kanzler Schüssel eine schwarz – blaue Regierung bildete, obwohl die ÖVP damals hinter der FPÖ von Jörg Haider lag, wem auch hauchdünn.-

Laut Umfragen liegt die konservative ÖVP vorne. Die Sozialdemokraten und die rechtspopulistische FPÖ konkurrieren um Platz zwei. Wahlforscher halten aber Überraschungen für möglich.

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Autor: Till Rüger

Kamera: Daniel Dzyak

Schnitt: Roland Buzzi

Je nachdem wie die SPÖ abschneidet, gilt auch eine Neuauflage der Großen Koalition nicht als völlig ausgeschlossen. Vor der Wahl hatten alle drei großen Parteien – SPÖ, ÖVP und FPÖ – vor einer Koalition der jeweils beiden anderen gewarnt, um ihre Wähler zu mobilisieren. Die kleinen Parteien werden bei der nächsten Regierungsbildung voraussichtlich  keine Rolle spielen. Grüne, NEOS oder die Grünenabspaltung „Liste Pilz“ brauchen in Österreich vier Prozent, um im Parlament vertreten zu sein. Die letzten Wahllokale schließen um 17 Uhr und eine erste Hochrechnung folgt kurze Zeit später. Ein vorläufiges Ergebnis soll  am Abend vorliegen, darin fehlen aber dann noch die rund 890 000 Briefwahlstímmen. Diese werden erst ab Montagmorgen ausgezählt.

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Die Österreicher stimmen heute über die Entwicklung ihres Landes in den kommenden vier Jahren ab.
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