Protestparteien wie GILT werfen den etablierten Parteien Österreichs Dirty-Campaigning vor. Foto: picture alliance/APA/picturedesk.com

Wahlkampf-Endspurt von Dirty Campaigning geprägt
Schmutzkübel-Wettbewerb in Österreich

Zwei Wochen vor der Wahl geht es los: Erste Enthüllungen, dass gefakte Facebook-Seiten aus dem Umfeld der Sozialdemokraten stammen. Die hatten einen Dirty-Campaigning-Spezialisten aus Israel (Tal Silberstein) unter Vertrag. Als er in Israel wegen Geldwäsche und Korruptionsvorwürfen vorläufig verhaftet wird, kündigt die SPÖ den Beratervertrag. Silbersteins Leute in der SPÖ machen jedoch weiter, die Seiten, die auf den konservativen Spitzenkandidaten Kurz zielten, laufen zunächst weiter. Es folgen Bauernopfer in den Reihen der Sozialdemokraten. Kanzler Kern beteuert seine Unschuld. Die Partei richtet eine interne Taskforce ein.

Ein PR-Berater aus dem Team Silberstein, erklärt, die politische Konkurrenz (konkret der Pressesprecher von Sebastian Kurz) habe ihm 100.000 Euro für Informationen aus der SPÖ-Kampagne geboten. Die ÖVP dementiert. Gegenseitige Klagedrohungen aus beiden Parteien folgen.

Dann meldet sich ein weiterer PR-Berater aus dem Umfeld des Kanzlers zu Wort. Er habe seine privaten E-Mails von einer Dolmetscherin aus dem Team Silberstein zurück kaufen wollen. Die Mails werden öffentlich. Und schon kommt die nächste Enthüllung. Presseveröffentlichungen zufolge hat ein ÖVP-Naher aus dem Wiener Wirtschaftsbund die Ehefrau des Kanzlers, die Unternehmerin ist, bespitzeln lassen.

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Die Dirty-Campaigning Affäre beschränkt sich nicht mehr nur auf die SPÖ. Foto: picture alliance/APA/picturedesk.com
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