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Vladimir Radomirovic ist Präsident des serbischen Journalistenverbandes und Chefredakteur des Anti-Korruptions-Portals pistaljka.rs. Er kennt die politischen Diffamierungen gegen unliebsame Journalisten. Foto: BR | Dejan Stefanovic

Einsame Wächter
Serbiens investigative Online-Portale unter Druck

Am Klingelschild des unscheinbaren Bürogebäudes in der Innenstadt von Belgrad steht kein Name – auch oben, im vierten Stock, weist nicht darauf hin, dass hier eines der einflussreichsten unabhängigen Nachrichtenportale seinen Sitz hat. Aus Sicherheitsgründen, sagt  Stevan Dojcinovic, Herausgeber und Chefredakteur von KRIK.

„Als investigative Reporter in Serbien befinden wir uns in einer ziemlich schwierigen Lage. Wir sind ständig unter Beschuss von Regierungsleuten, deren politischen Parteien und deren Boulevardzeitungen.“

Stevan Dojcinovic weiß, wovon er spricht: Seit vier Jahren ist KRIK mit seinem Nachrichten- und Recherche-Portal auf dem Markt – und mit ihren Berichten über Korruption in Politik, Parteien und Behörden geraten sie zunehmend unter Druck: So wird der KRIK-Chefredakteur derzeit in großen Boulevardzeitungen persönlich angegriffen – und als „Drogenabhängiger“ diffamiert. Der Grund: Die jüngste Recherche des Online-Portals. Der amtierende Verteidigungsminister des Landes, Aleksandar Vulin, hatte eine 250.000 Euro teure Wohnung gekauft – und konnte nicht glaubhaft erklären, woher er das Geld dafür hatte? Von einer Tante seiner Frau aus Kanada, gab Vulin gegenüber der Antikorruptionsbehörde an, die sich nach dem KRIK-Bericht eingeschaltet hatte. Obgleich sich dies als unwahr herausstellte, sah die Staatsanwaltschaft  vor einigen Wochen von einer Anklage gegen den Verteidigungsminister ab. Stattdessen – massive Vorwürfe an die investigativen Reporter.

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Stevan Dojcinovic vom Recherche-Portal KRIK im Gespräch mit ARD-Korrespondent Clemens Verenkotte. Foto: BR | Dejan Stefanovic
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