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Niki Lauda möchte gemeinsam mit Thomas Cook und Condor Teile der insolventen Fluglinie Air Berlin übernehmen. Foto: picture alliance | Sven Simon

Portrait Niki Lauda
Der Mann, der Air Berlin kaufen will

Niki Lauda hat zwei Leidenschaften – Rennfahren und Fliegen. Und er ist Geschäftsmann. Diese drei Dinge bestimmen sein Leben. Dass er jetzt zusammen mit Thomas Cook und Condor bei der Air Berlin mitbietet ist sein neuester Coup. Um die 100 Millionen Euro will Lauda für Teile der insolventen Fluglinie zahlen, und sich damit auch gegen die Lufthansa wehren:

„Es geht natürlich auch um das Monopol. Denn sollte die Lufthansa alles bekommen, gibt es in Österreich überhaupt keine Konkurrenz mehr.“

Niki Lauda

Mit dem Flugbusiness ist Niki Lauda gut bekannt – nach seiner Karriere als Rennfahrer macht er den Pilotenschein und gründet seine erste Airline, die Lauda Air. Im Mai 1991 stürzt eine seiner Maschinen über Thailand ab. Alle 223 Insassen sterben. Die größte Niederlage seines Lebens, wie er sagt. Lauda verkauft sein Unternehmen, um die nächste Fluglinie Niki zu gründen. Auch die verkauft er im schwierigen Airline Business wieder – an Air Berlin. Diese Niki-Maschinen, zusammen mit einigen Air Berlin-Maschinen will Lauda jetzt wieder übernehmen, wenn er und seine Partner den Zuschlag bekommen. Aber auch für eine Niederlage wäre der ehemalige Rennfahrer durch seine Sporterfahrung wohl gerüstet:

„Meine Stärke kommt durch das Training aus dem Sport, bei Niederlagen besonders zu versuchen, Leistungen zu bringen, um so schnell es geht, wieder herauszukommen.“

Niki Lauda

Herausgekommen ist Lauda bisher aus allen seinen Niederlagen. Auch aus dem Unfall, der sein ganzes Leben verändern wird. 1976 ist er Formel 1 Weltmeister und fährt mit 200 Stundenkilometern auf dem Nürburgring. Der Asphalt ist nass, in der Nordkurve bricht sein Wagen aus und knallt gegen einen Felsen. Fast eine Minute lang ist Niki Lauda 800 Grad heißen Flammen ausgesetzt. Seine Lunge wird verätzt, sein Kopf verbrennt. Tagelang kämpfen die Ärzte um sein Leben, er bekommt sogar schon die Krankensalbung. Nur sechs Wochen nach dem Unfall sitzt er wieder im Cockpit und macht weiter. Später wird er sagen:

„Ich hab mein ganzes Leben relativieren müssen, um plötzlich einzusehen, dass man als kleiner Mensch im Universum plötzlich ganz schön auf die Seife steigen kann.“

Niki Lauda

Aus Niederlagen etwas Neues machen, darin ist Niki Lauda ziemlich gut. Seit dem Unfall trägt er zum Beispiel seine rote Kappe, die zu seinem Markenzeichen wird. Und, ganz Geschäftsmann, natürlich gleichzeitig ein guter Platz für Werbung ist.

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Niki Lauda ist an der Übernahme der von ihm gegründeten Air-Berlin-Tochter Niki und weiteren Air Berlin Flugzeugen interessiert. Foto: picture alliance | dpa
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