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Der neu gewählte Premierminister des Kosovo, Ramush Haradinaj geht am 11.09.2017 in Pristina (Kosovo) im Rahmen der Amtsübergabe an einer Ehrenformation vorüber. Foto: dpa-Bildfunk | Visar Kryeziu

Nur mit Hilfe der Serben
Ramush Haradinaj neuer Premier im Kosovo

Drei Monate nach der vorgezogenen Parlamentswahl gibt es im Kosovo endlich eine neue Regierung. Mit hauchdünner Mehrheit wurde der EX-UCK Kommandeur Ramush Haradinaj zum neuen Regierungschef gewählt. Nur 62 von 120 Abgeordneten stimmten für die neue Regierung. Die Opposition hatte den Parlamentssaal zuvor verlassen. Das Kabinett des 49-jährigen Haradinaj wird gestützt von einer Parteienkoalition ehemaliger Rebellenführer, die daher als „Kriegsfraktion“ bezeichnet wird. Die Bildung der Regierung war nur möglich durch die Unterstützung von zehn Abgeordneten der „Serbischen Liste“. Diese waren am Samstag noch nach Belgrad gefahren, um sich dort offiziell ein ok abzuholen. Haradinaj ist für Serbien ein rotes Tuch und Anfang des Jahres war er auf dem Flughafen von Basel-Mühlhausen aufgrund eines serbischen Haftbefehls zeitweise verhaftet worden. Nun ist er schon zum zweiten Mal Ministerpräsident im Kosovo. 2005 musste er von diesem Amt zurücktreten, da er in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen Zivilisten angeklagt war. Er wurde zwei mal freigesprochen, auch aufgrund massiver Einschüchterung von Zeugen. In Serbien ist Haradinaj ein rotes Tuch. Präsident Vucic bezeichnete ihn als hoch problematisch. Haradinaj betonte nun, er wolle den Normalisierungsdialog mit Serbien fortsetzen.

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Drei Monate nach der Parlamentswahl wählte das kosovarische Parlament den früheren Rebellenkommandeur Ramush Haradinaj zum neuen Regierungschef. Foto: dpa-Bildfunk | Visar Kryeziu
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