Die 17-jährige Nicole aus Köln vor dem Selfie-Point mit einer Kopie des Kusses. Sie möchte vielleicht in Wien studieren. Foto: BR | Andrea Beer

Gustav Klimts Gemälde „der Kuss“ und die Massen
No flash please! 

Tausende Besucher wälzen sich zu Hochzeiten durch das „Obere Belvedere“  Museum in Wien. Die meisten wollen die weltberühmten Gemälde des Jugendstilmalers Gustav Klimt sehen. Vor allem eines seiner Hauptwerke: Den „Kuss“, auch „das Liebespaar genannt. Das Bild hat von Beginn an das Zeug zur Ikone. Schon 1908/1909 wurde es häufig durch die Wiener Avantgarde Galerie Miethke reproduziert und heute begegnet einem der Kuss auf Taschen, T-Shirts, Schirmen, Halstüchern oder Handyhüllen. Denn das 1,80 x 1.80 Meter große golden schimmernde Gemälde ist zum absoluten Superstar aufgestiegen. Ungebrochen zieht es Menschen aus aller Welt und vielen unterschiedlichen Kulturkreisen an. Das Gemälde aus der sogenannten goldenen Periode von Gustav Klimt spricht Menschen mit kunsthistorischer Vorbildung genauso an, wie Menschen, die einfach so ins Museum gehen. Mit Muße kann man den „Kuss“ aber nicht unbedingt betrachten, denn oft treten sich Trauben von Menschen vor dem Bild auf die Füße. Seit vor kurzem das Fotografieren auch vor dem Original erlaubt wurde, kommt es dabei auch immer wieder zu Konflikten zwischen den Besuchern. Diese kommen aus aller Welt und auch viele asiatische Reisegruppen legen Wert darauf, den Kuss zu sehen. In einem Nebenraum ein paar Meter weiter steht sogar extra ein „Selfie Point“ vor einer „Kuss“-Kopie, wo die Besucher auch mit Selfiestick fotografieren dürfen. Direkt neben dem Original steht aber auch ein Tastrelief für Menschen mit Sehbehinderung oder Blinde, damit auch sie dieses berühmte Weltgemälde erfahren können.

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Erst seit kurzem dürfen Besucher auch das Original von Klimts 'Kuss' fotografieren.
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Das Original und die Selfie-Kopie

"Den Kuss" kann man auch anders erleben

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