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Alen Muhic. Foto: BR | Jakob Mayr

Happy-End für Alen Muhic aus Bosnien
Mein Vater, der Kriegsverbrecher

Der 24jährige Alen Muhic lebt in der Stadt Gorazde, etwa hundert Kilometer südöstlich der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Er ist ein Kind des Bosnien-Krieges: Sein Vater ist bosnischer Serbe und hat seine Mutter, eine Muslimin, vergewaltigt. Neun Monate später kam Alen auf die Welt. Seine Mutter gab ihn zur Adoption frei und verließ das Land. Erst mit 22 Jahren konnte Alen mit ihr über die damaligen Ereignisse sprechen. Und er hat seinen Vater getroffen, der alles abstreitet und nie juristisch belangt wurde. „Es gibt viele Schicksale wie meines in Bosnien“, sagt Alen Muhic. „Aber der Staat kümmert sich nicht darum. Darüber wird nicht gesprochen“. Für ihn gibt es trotzdem ein Happy-End. Er hat geheiratet, sein Sohn ist gerade ein Jahr alt geworden.

"Die Lage würde anders aussehen, wenn man darüber sprechen würde. Aber man spricht kaum über den Krieg und die Vergewaltigungen. Das wird unter den Teppich gekehrt."

Alen Muhic

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Alen Muhic mit seinem Sohn und seiner Frau. Foto: BR | Jakob Mayr
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