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Frauenfußball-EM 2017 - Die österreichische Mannschaft feiert den 3:0 Sieg gegen Island. Foto: picture alliance

Österreich im Frauen-Fußball-Glück
„Wir können’s selber noch nicht glauben…“

Das überraschende Erreichen des Viertelfinales durch das österreichische Frauen-Team bei den Fußball-Europameisterschaften der Damen in den Niederlanden lässt die rot-weiß-rote Nation jetzt schon Kopf stehen. Ein bislang beispielloser Hype hat das ganze Land erfasst. Alles fiebert nun dem Spiel Österreich gegen Spanien am Sonntagabend entgegen und nicht wenige wagen es inzwischen auch, vom Meisterschaftstitel zu träumen.

Traumquoten beim ORF

Beim öffentlich-rechtlichen Sender ORF knallen aber jetzt schon die Sektkorken. Die rasanten Erfolge der weiblichen Austria-Elf  haben den Programmverantwortlichen wahre Traum-Einschaltquoten beschert. Das jüngste Spiel der österreichischen Kickerinnen gegen Island war mit einem Marktanteil von 34 Prozent ein absoluter „Bringer“ und der verantwortliche Ressortleiter Fußball im ORF, Dr. Gerhard Lackner strahlt vor Begeisterung: „Sowas hat es in der Form bei uns überhaupt noch nie gegeben“ und fügt genießerisch hinzu „Jetzt muss ich sagen, auf gut wienerisch: ‚die spielen ur-leiwand‘, also, sie spielen wirklich gut!“

„Die Herzen der Fans erobern“

Auch die ORF-Sportmoderatorin Alina Zellhofer, die nun zusammen mit einer Kollegin quasi im TV-Dauereinsatz ist, blickt längst hoffnungsvoll in Richtung Finale: “Die österreichischen Damen haben mit ihrer Spielweise die Herzen der Fans erobert. Sie haben sich von Spiel zu Spiel gesteigert, so dass sie jetzt tatsächlich Historisches schaffen!“

Hoffnung auf verstärkte Förderung des Frauenfußballs

Ex-Nationalspielerin Elisabeth Tieber, die als kundige Expertin ebenso im ORF-Studio präsent ist, sieht mit dem Erreichen des Viertelfinales vor allem auch Hoffnungen aufkeimen für eine künftig wesentlich verstärkte Förderung des Frauenfußballs in Österreich: “Ich hoffe auf alle Fälle, dass sich da was tut. Es gibt ja ein Leistungszentrum in Österreich in St. Pölten, wo die 14-, 15-jährigen Mädels hingehen und ihre Schule absolvieren. Aber ich persönlich würde mir wünschen, wenn man vor allem auch den Kinderfußball im Mädelsbereich fördern würde.“

Damit hatte niemand gerechnet

So oder so und unabhängig vom Ausgang des Spiels am Sonntag – eines ist jetzt schon klar: die österreichischen Kickerinnen haben mit ihren bisherigen Erfolgen bei der EM auch deshalb schon längst Fußballgeschichte geschrieben, weil mit ihnen, ihrem außerordentlichen Elan und ihrer absolut erfrischenden Spielweise zu Beginn des Matches niemand wirklich gerechnet hatte.

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