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Ralf Borchard 2016. Foto: BR | Markus Konvalin

Fünf Jahre als Südosteuropa-Korrespondent – eine Bilanz
"Der Balkan ist mir ans Herz gewachsen"

Jeder Abschied ist auch ein Neuanfang – „aber dieser fällt mir verdammt schwer“, sagt Ralf Borchard. Heute ist sein letzter Arbeitstag als Korrespondent und Studioleiter im ARD-Studio Wien. „Wien als Stadt, Österreich, alle zwölf Länder des Berichtsgebiets, von Ungarn über Rumänien und Bulgarien bis Albanien, all die Länder des früheren Jugoslawien, der ganze Balkan, all die Menschen, die ich getroffen habe – das ist mir sehr ans Herz gewachsen. Und das ganze ARD-Team, das vor drei Jahren dieses Web-Magazin aus der Taufe gehoben hat.“

Was war das Hauptthema seiner Korrespondentenzeit? „Die Flüchtlingskrise.“ Was bleibt besonders unvergesslich? „Die Nacht, als die Busse kamen. Und all die Menschen, die zu ‚Mama Merkel‘ wollten.“ Uwe Pagels, Moderator der „Bayern 2 radioWelt“ hat mit Ralf Borchard dieses Abschiedsgespräch geführt:

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Ralf Borchard vor dem Registrierungszentrum für Flüchtlinge in Presevo in Südserbien. Foto: BR | Schaban Bajrami
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Kommentare (1)

Der Makedone am

Fünf Jahre sind eine lange Zeit. Gar mancher erzielt in der Zeit zumindest einen akademischen Grad, je nach Studiengang. Beim erwähnten Journalisten haben diese fünf Jahre nicht gereicht zu lernen, dass der (abgekürzte) offizielle Name des Staates folgender ist: „Republik FYROM“.

Wenn also die Journalisten Inhalte nicht ausreichend wahrheitsgemäß wiedergeben, die UNO-Resolutionen nicht beachten etc, was ihre Aufgabe wäre, dann bleibt irgendetwas auf der Strecke.

Durch die ungenaue (ich würde sie sogar als inhaltsfalsch bezeichnen) Berichterstattung werden andere Entwicklungen in dieser Region unbeachtet gelassen, die jetzt selbst hier in D-A-CH als gefährlich bezeichnet werden, nach vielen Jahren.

Hinsichtlich folgender Aussagen stimme ich überein:
„Und all die Menschen, die zu ‚Mama Merkel‘ wollten.““

Ich habe mir erlaubt, etwas offener zu schreiben, weil ich selbst mit Journalisten befreundet bin und wir hierüber durchaus Diskussionen führen.

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