Heute Nachmittag beginnt in Triest der vierte Westbalkangipfel mit den Regierungschefs aus Serbien, Montenegro, Mazedonien, Albanien, Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo. Foto: picture alliance | abaca

Beim Gipfel in Triest geht es um die EU-Annäherung
Marshallplan für den Westbalkan?

Nach dem G20-Gipfel ist vor dem Westbalkan-Gipfel: im norditalienischen Triest treffen sich am Nachmittag zunächst Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und der italienische Regierungschef Paolo Gentiloni in einer Dreierrunde. Dann beginnt der vierte Westbalkangipfel mit den Regierungschefs aus Serbien, Montenegro, Mazedonien, Albanien, Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo. Alle diese Länder wollen in die EU. Oder ist das Beitrittsversprechen inzwischen eine hohle Phrase und alle Initiativen – vom Jugendaustausch bis zum EU-finanzierten Autobahnbau – sind nichts als Trostpflaster? Den Menschen in den betroffenen Ländern fällt es immer schwerer, an einen EU-Beitritt in absehbarer Zeit zu glauben. Wie realistisch ist ein Beitritt – und wo stehen die Westbalkanländer im EU-Annäherungsprozess? Eine Analyse von Ralf Borchard.

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Beim Gipfel in Triest geht es um die EU-Annäherung für Serbien, Montenegro, Mazedonien, Albanien, Bosnien-Herzegowina und den Kosovo. Foto: (c) dpa
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„Alle Staaten haben eine europäische Beitrittsperspektive. Das heißt, eines Tages wird der Prozess enden in einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union.“

Angela Merkel im Juli 2014 vor dem ersten Westbalkangipfel in Berlin

„Ja, wir wollen in die EU, das ist unser strategisches Ziel“, so Vucic. „Aber wir hintergehen auch nicht unsere traditionellen russischen Freunde und sind das einzige Land in Europa, das keine Sanktionen gegen Russland eingeführt hat und sie auch nicht einführen wird.“

Alexandar Vucic im serbischen Präsidentschaftswahlkampf im März 2017

„Dieses Gespräch vom Marshallplan habe ich eigentlich schon ziemlich leid. Weil das ist schon der wievielte Marshallplan für den Balkan? Das wiederholt sich immer wieder und im Endeffekt schafft es mehr Enttäuschung als es eigentlich hilft. Denn das ist eine Mogelpackung, dass man immer versucht, wenn man ein bisschen Geld zusammenschnürt, das als Marshallplan zu verkaufen.“

Der Südosteuropa-Experte Prof. Florian Bieber im ARD-Interview
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