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Das Wiener Stadtmagazin Falter hat eine Kurz-Leaks Affäre aufgedeckt. Foto: BR | Karin Straka

Hat das Wiener Außenamt politisch genehm frisiert ?
Studie zu islamischen Kindergärten

Unter dem Titel „Frisiersalon Kurz“ hat das Wiener Stadtmagazin „Falter“ schwere Vorwürfe gegen das Wiener Außenministerium erhoben. Im Kern: Ergebnisse einer Studie über islamische Kindergärten in Wien seien zum Teil so frisiert worden, dass sie aus politischen Gründen ins „Gegenteil verkehrt“ wurden, meint Falter-Chefredakteur Florian Klenk. Das Blatt weist das über den Korrekturmodus von Word-Dateien nach. Die Quelle des Leaks ist geheim.

Gut 900 Korrekturen hat es gegeben, die meisten formaler Art, aber die inhaltlichen haben es in sich. Unterm Strich entsteht das Bild von Kindergärten, die vor allem Wert auf religiöse Bildung legten und sich von der Mehrheitsgesellschaft abschotteten. Der konservative Außenminister Kurz möchte Islamkindergärten am liebsten schließen – und er will Kanzler werden. Für seinen politischen Gegner sind die Recherchen des „Falter“ im Wahlkampf ein gefundenes Fressen. Wiens Bürgermeister Häupl (SPÖ) spricht von „Fälschung“. Muna Duzdar, Staatssekretärin im Kanzleramt will ein Disziplinarverfahren gegen die beteiligten Beamten.

Studienleiter ist der Religionspädagoge Ednan Aslan. Gegenüber dem „Falter“ hatte er zunächst betont, nichts von den Änderungen zu wissen und beteuert, „Bauchschmerzen“ damit zu haben um später zu sagen, er habe sie angeordnet. Alle Änderungen stammten von ihm. „Ich stehe zu meiner Studie“, sagt er, „mit jedem Komma“. Auftraggeber der Studie ist das Außenamt, das Manipulationsvorwürfe zurück wies. Die Uni Wien prüft die Studie jetzt. Auf ARD-Anfragen antworteten weder Klenk, noch Aslan, noch Außenamt.

 

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