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ORF, ARTE, SRG und BR starten transmediales Projekt

Greifen Hauskatzen nach der Macht?
Verschwörungstheorien aus dem Baukasten

Wer greift nach der Weltherrschaft? Sind es die Hauskatzen? Die Clowns? Die Zahnärzte? Oder die Schlagerstars? Das fragt das interaktive Online-Projekt „Die Weltherrschaft“. Entwickelt wurde es in einer Zusammenarbeit von ORF, SRF, ARTE, dem Bayerischen Rundfunk und der Wiener Kreativschmiede „Junge Römer“. Per Mausklick kann sich jeder seine eigene Verschwörungstheorie im Baukastensystem zusammenstellen. Michael Lenzinger, Creative Director von „Junge Römer“ erklärt den Ansatz des Projektes: „Es ging uns darum zu zeigen, wie austauschbar diese ganzen Verschwörungstheorien sind. Sie weisen die gleichen Muster auf und sollen einen bestimmten Zweck erfüllen. Dafür wollen wir beim Publikum ein Bewusstsein schaffen und das auf eine möglichst unpädagogische Art und Weise.“ Das Projekt beleuchtet mit einem spielerisch-satirischen Zugang das Thema, dass gerade durch Social Media und Globalisierung eine „digitale Renaissance“erlebt , wie es im Pressetext des ORF dazu heißt. 70 Minuten Videomaterial wurden produziert und sorgen dafür, dass 192 satirische Verschwörungsvideos mit insgesamt fast 400 Minuten Content möglich sind.

Die Idee zu dem Projekt ist im letzten Jahr entstanden, wie Siegfried Steinlechner, Verantwortlicher auf ORF-Seite und studierter Zeithistoriker, erklärt: „In diesem Jahr gibt es mit 300 Jahre Freimaurer und 100 Jahre Oktoberrevolution zwei große Jubiläen und sowohl die Freimaurer als auch die Kommunisten gelten als Gründer zahlreicher Verschwörungstheorien.“ Jedoch wollte man keine klassische Schwarz-Weiß-Geschichte machen, die nur einzelne Theorien betrachtet. Man wolle die Gründe betrachten, die für Verschwörungstheorien sorgen und welche Gemeinsamkeiten sie haben, führt Steinlechner weiter aus: „Als Gründe kann man die Ängste nennen die wir alle haben, Unwissenheit, gezielte Desinformation und auch Geheimnisse, die wenn man sie in einer Gruppe hat, auch eine Art Verschwörung ist.“

Der Baukasten umfasst die Verschwörer, das Ziel, die Methode und den Beweis der Theorie. So kann es vorkommen, dass man im Handumdrehen Zahnärzte hat, die die Abschaffung der Demokratie anstreben. Schaffen wollen sie es durch die Unterwanderung von Machtstrukturen. Den Beweis liefert natürlich das offizielle Schweigen der Mächtigen. Es mag absurd klingen, doch es wird wohl irgendwo jemanden geben, der dieser Theorie glauben schenkt. Für Martin Traxl, Chef der ORF-Kultur besteht der öffentlich-rechtliche Auftrag auch darin, die Menschen zu motivieren solchen Strömungen nicht auf den leim zu gehen: „Wir wollen diesen teilweise sehr abwegigen Geschichten die kursieren etwas entgegensetzen und zeigen, wie einfach solche Geschichten gestrickt werden können. Dieses Projekt soll motivierend für die Menschen sein, Informationen zu hinterfragen und nicht alles zu glauben was man irgendwo liest oder sieht.“

Der zweite große Teil des Projekts, ein umfassender Dokumentarfilm zum Thema, wird zurzeit produziert und feiert rund um den 11. September 2017 beim ORF, BR, bei ARTE und SRF Premiere.

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Planen Katzen wirklich die Weltherrschaft und ist das Ende nah? Das transmediale Projekt "Die Weltherrschaft" von ORF, SRF, ARTE und dem Bayerischen Rundfunk versucht sich Verschwörungstheorien auf satirischen und spielerische Art anzunähern. Foto: ORF | "Die Weltherrschaft"
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Kommentare (2)

Peter Voß am

Korrektur: Michael Lenzinger, Andreas Frauenberger; …der klassischen homöopathischen Regel…; …Sie schüren…; … zutrauen konntet…

Peter Voß am

An die Macher des Films: „Die Weltherrschaft“: mit u.a. Andreas Frauenmörder. Philipp König und Michael Leningrad. Gratulation zu Ihren Beitrag zum klassischen österreichischen schwarzen Humor, der wohl auf dem Rücken Siegmund Freuds gegründet sein dürfte. Oder, die klassische homöopathische Regel: „ähnliches mit ähnlichem bekämpfen. Sie schnüren mit diesem Filmbericht auf profaner Weise den bestehenden Informationskrieg in Zeiten des Friedenkrieges oder Krieg-Friedens mit altbewährter Methode, den Feind mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Ein Angriff auf den mündigen und systemkritischen und damit medienkritischen BürgerIInnen. Den schokoladensüßen Kritiker/Liedermacher/Akteur Andrè Heller mußtet ihr erst mal in die Wüste schicken, damit ihr euch diesen zionistischen Coup zutrauen könntet. Jedoch, allein an meiner Reaktion, sollte für die Macher dieses Films erkennbar sein, dass mit ihrem Beitrag nur mehr der Schuß nach hinten los geht und Sie entlarvt sind als die Vasallen derer, die auf dem Rücken verblendeter, dem Populismus der „öffentlichen Medien“ vertrauenden Mitläufermenschen ihr Kapital schlagen. Mit wieviel und von wem wurden Sie gesponsert?…stellt sich hier die Frage!
Mit lichten klaren Gedanken
Peter Voß

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