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Die mazedonische und EU-Fahnen während des Treffens von EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn mit dem mazedonischen Premierminister Zoran Zaev in Brüssel (12. Juni 2017). Foto: picture alliance | abaca

Mazedonien wieder auf EU- und NATO-Kurs
Lösung im Namensstreit?

Seit Jahren hängt Mazedonien in der Warteschleife für EU und NATO, weil Griechenland ein Veto eingelegt hatte. Der südliche Nachbar fürchtete Gebietsansprüche, weil Mazedonien so heißt wie eine griechische Nordprovinz. Auf internationalem Parkett musste Mazedonien unter dem sperrigen Kürzel „FYROM“ auftreten (FYROM steht für Former Yugoslav Republic of Macedonia – ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien).

Die fehlende Perspektive hat den einstigen Musterschüler Mazedonien zurück geworfen: Langzeitpremier Gruevski regierte immer autoritärer, setzte auf Nationalismus, die vergangenen dreieinhalb Jahre waren von politischer Krise geprägt. Nun gibt es einen neuen Premier in Skopje und der ist gewillt, die Hürden zu beseitigen. Griechenland sei „ein guter Freund“, schmeichelt Ministerpräsident Zoran Zaev. Zur Not werde man eben unter einem anderen Namen der NATO beitreten, heißt es aus Skopje – inklusive Namens-Referendum im eigenen Land.

Auch bei der Annäherung an die europäische Staatengemeinschaft will Zaev die Blockade auflösen. Es gebe keine Alternative zu einem EU-Beitritt Mazedoniens, sagt der sozialdemokratische Regierungschef. Aus Brüssel kommen ermunternde Worte: Die Beitrittsverhandlungen sollten bald beginnen. Die Russen hätten Mazedonien lieber in ihrer Einflusssphäre, mit einem neutralen Streifen von Westbalkan-Staaten (Bosnien, Serbien, Mazedonien, Kosovo).

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EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn (re.) mit dem mazedonischen Premierminister Zoran Zaev in Brüssel (12. Juni 2017). Foto: pictura alliance | abaca
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Kommentare (14)

Der Makedone am

Die Regierung der Republik FYROM unter Zaev hat den Gruevski Preis zum Tag des 23. Oktober abgeschafft bzw. wird ihn diese Tage abschaffen.
[Quelle: makfax.com.mk]

Der Staatspreis „23. Oktober“ ist ein hochrangiger Preis, schreibt die Skopje-Wikipedia, „der traditionell am Tag des „mazedonischen“ Kampfes 23. Oktober verliehen wird“.

Die Auflösung der „Makedonisierer“ schreitet voran.
Angekündigt wurde auch die Änderung des Namens des Flughafens zu Skopje von „Alexander der Große“ auf wahrscheinlich „Mutter Teresa“, aber auch der Name „Kiro Gligorov“ soll noch im Gespräch sein.

Das sind gute Entwicklungen in der Republik FYROM.
Ein NATO-Beitritt wird jedoch erst mit der Änderung des Staatsnamens möglich sein, sagt der Außenminister von Makedonien Hellas.
Erst Änderung des Staatsnamens, dann der NATO-Beitritt.

Athina am

Bei der Geburtenrate der Albaner im Verhältnis zu der übrigen Bevölkerung ist doch klar wo das Land in naher Zukunft hinsteuert. Klar dass Griechenland sich positionieren muss, und es klar dass Griechenland jedes moralische,geschichtliches und politisches Recht hat seine Interessen und die der Griechischen Bevölkerung zu schützen.

jorj schorosch am

„jeder dritte ist Albaner in Mazedonien“ warum wollen die Albaner keine Volkszählung, weil sie alle in der Schweiz sind , und sie nur 15% an der Gesamtbevölkerung betragen.

Der Makedone am

Zum neuen Namen der Republik FYROM (so der abgekürzte offizielle Name der einst südserbischen Provinz), der Voraussetzung für den Eintritt zur NATO und der EU ist, sagte die bulgarische Außenministerin heute folgendes:

Ich hoffe, dass die Bereitschaft, die von der ehemaligen jugoslawischen Republik gezeigt wird, um den Streit mit Griechenland auf den Namen zu lösen, fortgesetzt wird.

Das einzige, was Bulgarien will, ist, dass es in dieser Lösung keine Definitionen wie „Nord“ und „Ober“ gibt, weil Bulgarien sein eigenes „Nord“-Mazedonien hat, das ist das Mazedonien von Pirin. Wir glauben, dass es von bei allen Regierungen eine gute Bereitschaft gibt „, sagte das bulgarische Außenministerium.

Es wäre sehr zu wünschen, dass sich die bulgarisch sprechenden Slawen der Republik FYROM besinnen, damit Ruhe in der zentralbalkanischen Region FYROM einkehrt. Die UCK hat bereits den Parlamentspräsidenten der Republik FYROM gestellt, was wollen die bulgarisch sprechenden Slawen noch auslösen? Etwa einen echten bewaffneten Konflikt?

Der Makedone am

Nun, solange seine „Gurken-Propaganda“ auf historischen Fakten basiert, soll es ihm gestattet sein.

Wie sollen die einzelnen Ethnien der Albaner, bulgarophonen Südslawen, Roma, Türken und weitere Minderheiten in der Republik FYROM eigentlich bezeichnet werden?

Nach Kiro Gligorov soll es tatsächlich auch noch ca. 200.000 Makedonen (Griechen) geben. Das wären sie die einzigen, die man als Makedonen bezeichnen könnte, die Albaner sind Albaner, wollen ihr Ilirida ausrufen und sich mit dem islamischen Kosovo und dem islamischen Albanien vereinen. Die Bulgaren haben auch ihre Landsleute in der Republik FYROM entdeckt.

Es scheint, als würden nur noch die Gruevski-Fans übrig bleiben, die auf den griechischen Namen Makedonien bestehen wollen, weil sie keine Slawen und auch keine Roma mehr sein wollen. Aber Gruevski ist ja angeklagt …

Wäre besser für sie und die Region, zum Pragmatismus zurückzukehren, und sich von den Träumen zu verabschieden.

Heidi am

Es kann doch nicht sein, dass ein ganzes Land wegen einem Namen in der Isolation landet. Es kann doch auch nicht sein, dass Mazedonien wegen Landsleuten die eine andere Sprache sprechen im Bürgerkrieg landet. Was soll das ? Jeder normale Europäer rauft sich da die Haarwe. Auch andere Länder haben schon Ihren Namen geändert. Alles andere ist falscher Stolz. Vor allem in so einem Jammer-armen Land (dafür hat Gruevski gesorgt mit seinen kitschigen Prunkbauten) wie Mazedonien. Und was die Albaner angeht, die waren schon immer dort. Die Geschichte wird schon gerne mal anders ausgelegt, zu Verteidigung. Wieso haben die Mazedonier so ein Problem mit anderen Kulturen in Ihrem Land und einer zweiten Amtssprache. In der Schweiz gibt es 4 Sprachen und niemand hat ein Problem damit. Im Gegenteil, es macht das Land reicher. Die meisten Eidgenossen sprechen mehrere Sprachen. Und warum ? Weil die Schweiz eben ein 4-sprachiges Land ist und war. Im Bundeshaus Bern darf französich, deutsch und auch italienisch gesprochen werden. Was die Mazodonier als Nationalismus betrachten ist bildungslose Arroganz. Sie haben Angst. Könnte ja sein, dass es ein paar albanisch stämmige Mazedonier gibt, die mehr auf dem Kasten haben (intelligenter sind). Was mich durchaus nicht wundern würde. Denn der normale Mazedonier strotz ja nun nicht unbedingt vor Intelligenz und Bildung, dafür ist er sehr gastfreundlich. Zumindest habe ich das so auf meinen Reisen durch Mazedonien kennengelernt. Wenn das Land endlich aus der Armut raus will, und ich gehe mal davon aus, dass die Mazedonier das wollen, dann muss man auch mal klein bei geben. Wer zurückstecken kann zeigt wahre Grösse. Mazedonien ist ein sehr schönes Land. Es könnte in Sachen Tourismus viel weiter sein als es jetzt ist. Damit könnte die Wirtschaft gefördert und mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Wenn endlich mal die Korruption gestoppt oder zumindest verringert würde, kämen auch mehr europäische Firmen ins Land. Auch diese schaffen neue Arbeitsplätze. Dadurch würde auch endlich mal das Bildungsniveau steigen. Aber es muss an alle gedacht werden. Jeder Mensch auf dieser Erde (oder zumindest fast jeder) hat ein Recht auf Arbeit, Gesundheit und Bildung. Auch die Albaner, die Roma etc. Ich hoffe, Zaev hat nicht nur grosse Reden geschwungen um an die Macht zu kommen. Ich hoffe sehr, er lässt Worten Taten folgen und räumt jetzt mal mit den ganzen Missständen auf. Sehen wir. Ich bin gespannt. Und wenn dann endlich mal Ruhe herrscht, werde ich das Land auch nochmals bereisen. !!!

    Aleksandar Treti am

    Heidi aus Tirana?

Zoki am

„setzte auf Nationalismus“
Natürlich, er setzte auf Nationalismus in dem er in einer Koalition mit Parteien der serbischen, bosnischen, türkischen, vlachischen und Roma Minderheit zu jeder Wahl antrat, und seit 2006 das Land in Koalition mit Parteien der albanischen Minderheit regiert.

Das ist sehr nationalistisch. Sowas gehört verurteilt!!!

Hahaha

Mustermann am

Auf lange Sicht arbeitet die Zeit für die Albaner. Genau wie im Kosovo.

    Vardarovic am

    Was meinen Sie mit „auf lange Sicht“?
    Ihnen ist sicher nicht entgangen, dass der UCK-Kommandant Präsident (und Deserteur aus der Armee der Republik FYROM) des Parlamentes der Republik FYROM geworden ist, und zwei der albanischen Parteien an der Regierung der Republik FYROM beteiligt.
    Die Aufteilung der Republik FYROM ist dem Grunde nach schon eingeleitet, da Land wird nur noch durch die Interessen der USA als Einheit zusammengehalten.

Vardarovic am

Es ist erfreulich, dass die von Tito einst nach dem jahrtausendealten griechischen Volksstamm der Makedonen zu „Makedonien“ umgetaufte Region des Südens Jugoslawiens sich einen nicht titobelasteten Namen geben möchte. Er tat es bekanntlich einst, weil er seinen Titokommunismus nach Makedonien (Griechenland, damals Bürgerkriegsgebiet zwischen den Royalisten und Kommunisten) exportieren wollte.

Tito ist nicht mehr, seine Machenschaften sollten mit seinem Tod ein Ende haben.
Will heute jemand die Politik des Kommunisten Tito fortsetzen?
Keiner.

Zudem ist inzwischen jedem klar, dass in der Republik FYROM (so der offizielle abgekürzte Name) jeder dritte Bürger Albaner ist, jeder dritte ein bulgarophoner Südslawe, der Rest besteht aus diversen Minderheiten wie Roma, Türken, Vlachen, etc.

Daher muss ein Staatsname her, mit dem sich jeder Bürger der Republik FYROM identifizieren kann, vielleicht dieser: Zentral Balkanische Republik.

Eines ist meiner Ansicht nach sicher: Makedonien (Griechenland) wird den 30% Albanern, den 30% bulgarophonen Südslawen etc. seinen Namen Makedonien und seine Geschichte nicht übertragen, da kann die neue Regierung der Republik FYROM lange warten. Das „trojanische Pferd“ aus Skopje wurde erkannt.

Auf die friedliche Zukunft.
(Vardarovic)

    Zoki am

    Tataaa wir haben den ersten griechischen Clown gefunden.

    Der kennt nicht mal die Außengrenzen der griechischen Mythologie. wetten?!

      Der Makedone am

      „den Clown“

      Wenn Sie sich nicht selber als CLOWN vorstellen wollen, sollten Sie erklären, was am Inhalt des Vardarovic falsch sein soll. Ich habe mir seinen Beitrag mehrfach durchgelesen und sehe nicht das geringste, was nicht richtig wäre. Bei Ihren Beiträgen müsste ich anders argumentieren.

        Aleksandar Treti am

        „Den Clown“ bzw der Clown macht hier Gurken-Propaganda, siehe Aussage “ jahrtausendealten griechischen Volksstamm“. Der erste griechische Volkststamm aber wurde erstmals 1832 gesichtet, die moderne griechische Nation obendrauf.

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