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Montenegro wurde am 07. Juni 2017 offiziell als 29. NATO-Mitglied begrüßt. Foto: picture alliance | abaca

Die russische Retourkutsche
NATO-Beitritt Montenegros

Es ist zwar nur eine Bonsai-Armee mit 2.000 Soldaten, aber die strategische Bedeutung Montenegros ist groß. Montenegro ist nun offiziell NATO-Mitglied, damit gehört die Adria „geschlossen“ zum westlichen Verteidigungsbündnis. Das missfällt den Russen. Schon länger trommelten sie gegen den NATO-Beitritt des kleinen Adriastaates mit gerade einmal 620.000 Einwohnern. Ermittler in Podgorica machen russische Geheimdienstleute für ein Komplott während der Parlamentswahl im vergangenen Oktober verantwortlich.

Nun will Moskau militärische Kooperationsprogramme auf den Prüfstand stellen. Russische Verbraucherschützer belegen den größten Weinexporteur Montenegros mit einem Embargo. Und der Kreml ruft russische Touristen auf, ihren Urlaub lieber woanders als an Montenegros Küsten zu verbringen. Doch bisher sind keine Stornierungen bekannt – die Russen haben bereits im Herbst und Winter gebucht.

Russische Touristen sind die größte Urlaubergruppe in Montenegro. Jedes Jahr kommen etwa 300.000 in das kleine Balkanland. Außerdem gibt es eine gewisse Diaspora: 12.000 Russen leben dauerhaft in Montenegro, 70.000 Immobilien sollen in russischem Besitz sein.

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Der montenegrinische Präsident Filip Vujanovic (L) und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg (R) geben anlässlich des NATO-Beitritts von Montenegro am 07. Juni 2017 eine Pressekonferenz in Brüssel. Foto: picture alliance | abaca
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