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Das inhaltliche Profil von Sebastian Kurz ist vielen noch zu unklar. Foto: picture-alliance | APA

Sebastian Kurz will an die Macht
'Es ist nicht genau erkennbar, wofür er steht'

Quasi im Alleingang hat Sebastian Kurz durchgesetzt, dass in Österreich vorgezogene Neuwahlen kommen. Und zwar am 15. Oktober. Als Minister hat der 30-Jährige Blut geleckt, jetzt will er Kanzler werden. Medien in Österreich berichten jetzt täglich über den jungen Österreicher und seine ÖVP, die ab jetzt nur noch „Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“ genannt werden soll. Kurz präsentierte diese Woche seine neue Generalsekretärin, die seinen Wahlkampf managen soll. Über sein Wahlprogramm darf sie nichts sagen. Noch nicht. Und solange er sein Programm nicht Preis gibt, hat Kurz nichts dagegen, wenn mal seine Slim-fit-Anzüge oder mal sein perfekt ausgeglichener Teint Thema sind. Doch ein wahrhaft großer Hype um ihn, wie Kurz sich das vorstellt, zeigt sich bisher nicht. Woran liegt’s? Möglicherweise braucht er gerade ein neues Steckenpferd. Denn sein bekanntestes ist die Balkanroute, die zurzeit aber keine Schlagzeilen mehr macht. Dafür ist Kurz ziemlich oft etwa in Mazedonien gewesen. Wenn es sein muss auch an der Grenze zu Griechenland, um mitzuhelfen bei der Umsetzung seiner Politik, die er schon seit Beginn der Flüchtlingskrise in 2015 verkündet hat. Und zwar, die Grenzen gehören geschlossen. Monate später setzt sich der junge Hardliner durch. Die Balkanroute ist dicht. Seitdem lässt Kurz sich immer wieder loben, für das Abriegeln der Grenzen oder er lobt andere, wie etwa neulich Viktor Orban. Welches andere Profil hat er noch? Keins. Beziehungsweise es ist nicht zu erkennen. Jedenfalls noch nicht, sagt der frühere ÖVP-Chef und Vizekanzler Erhard Busek. Er rät Sebastian Kurz, er solle vor allem eine stärker werteorientierte Politik machen, mit einem ganz klaren inhaltlichen Profil. Darko Jakovljevic und Erhard Busek unterhielten sich über Sebastian Kurz, bei einem Mineralwasser. Ein Interviewausschnitt.

 

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Interview: Darko Jakovljevic

Kamera: Daniel Dzyak

Schnitt: Roland Buzzi

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