Der Flughafenbetreiber macht überdeutlich klar, was sein Ziel ist. Foto: BR | Stephan Ozsvath

Streit um 3.Startbahn in Wien-Schwechat
Klimaschutz als Staatsziel

Das Urteil der Bundesverwaltungsrichter war eindeutig: Die dritte Startbahn am Flughafen Wien-Schwechat würde zu mehr CO2-Belastungen führen als kompensiert werden könne. Sie hielten sich dabei an höchstes Recht: Klimaschutz ist sowohl in der Verfassung Österreichs als auch des Bundeslandes Niederösterreich als Staatsziel festgeschrieben.

Der Flughafenbetreiber und Landespolitiker toben, fürchten um die Abwanderung von Airlines zu anderen Flughäfen und damit um Jobs, forderten gar das Verwaltungsgericht zu entmachten. Ihr Argument: Geflogen werde sowieso. Dann könne auch Wien und die Region davon profitieren. Brigitte Krenn macht eine andere Rechnung auf. Die Grünen-Politikerin aus der Gemeinde Schwechat ist Obfrau der Plattform gegen die 3.Piste, vertritt also die Gegner.

Sie sagt, komme die dritte Piste, wären bis zu einer halben Million Flugbewegungen im Jahr möglich. Die werde der Flughafen ausnutzen wollen, wenn er schon fast zwei Milliarden Euro investiere. Die Folge: Mehr Verkehr, mehr Lärm und schlechtere Luft. Im Juni kommt das Thema vor Verwaltungsgerichtshof und Verfassungsgericht. Brigitte Krenn hofft, dass sich „Klimaschutz nicht nur in Sonntagsreden“ niederschlägt, sondern auch im Alltag. Dafür sei dieser Prozess wegweisend.

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Brigitte Krenn, Grüne Vizebürgermeisterin von Schwechat, gehört zu den entschiedenen Pistengegnern.
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