Vor dem ungarischen Parlamentsgebäude in Budapest haben im Oktober 2016 viele Ungarn ihre Solidarität mit der regierungskritischen Zeitung Nepszabadsag bekundet. Foto: picture-alliance | dpa

Tag der Pressefreiheit
Journalistenalltag in Ungarn und Rumänien

Wer seinen Beruf ernst nimmt, der muss langsam nachdenken den Beruf zu verlassen, weil die Gegebenheiten nicht mehr da sind um tatsächlich frei berichten zu können.

Márton Gergely, ehemalige stellv. Chefredakteur von NÉPSZABADSÁG

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani haben anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai die Bedeutung einer freien Presse für eine funktionierende Demokratie betont. Freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit seien zunehmend weltweit bedroht, so Mogherini am Dienstag. Daher finanziere die EU spezifische Projekte in Drittländern.

„Seit Juni 2015 hat die EU in mindestens 45 Fällen im Rahmen ihrer Regelung für kleine Zuschüsse gefährdete Menschenrechtsverteidiger unterstützt, die sich für das Recht auf freie Meinungsäußerung eingesetzt haben“, betonte Mogherini. Unabhängige Medien würden das Fundament einer partizipativen Demokratie darstellen und würden die Möglichkeit bieten, Regierungen für ihr Handeln zur Rechenschaft zu ziehen, so die EU-Außenbeauftragte.

Wir blicken zum Tag der Pressefreiheit nach Rumänien, in die Redaktion der Sportzeitung „Gazeta Sporturlior“ und nach Ungarn. Dort treffen wir den ehemalige stellv. Chefredakteur von NÉPSZABADSÁG Márton Gergely.

Ein Großteil, eine Mehrheit der Presse ist gesteuert, staatliche Sender z.B. oder eine Menge von privaten Presseorganen auch, es gibt nur eine Nische, ein kleine Öffentlichkeit in Ungarn, die ist noch frei.

Dániel Mikecz, Politologe „Republikon“

Journalistenalltag in Ungarn

Autor: Till Rüger

Kamera: Daniel Dzyak

Schnitt: Günter Stöger

Als Außenseiter ist es für uns viel einfach über Korruption zu berichten. Viele nehmen uns nicht ernst, weil wir Sportreporter sind und denken wir haben eh keine Ahnung.

Razvan Lutac, Sportreporter „Gazeta Sporturilor“

Journalistenalltag in Rumänien

Autor: Till Rüger

Kamera: Markus Grohs

Schnitt: Günter Stöger

Was Sie noch interessieren könnte

Kommentare (1)

Mulinski am

Unabhängige Medien würden das Fundament einer partizipativen Demokratie darstellen und würden die Möglichkeit bieten, Regierungen für ihr Handeln zur Rechenschaft zu ziehen,
In Merkelland merkt man aber nichts davon!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.