Die Figuren im Drama „Geister“ kämpfen mit den Schatten der Vergangenheit. Foto: Erik Berg

Von Totentanz bis Habanera
OsterKlang im Theater an der Wien

Im Foyer drängen sich die Menschen, das Theater an der Wien ist komplett ausverkauft. Tanz in allen seinen Facetten ist das Thema des diesjährigen OsterKlang-Festivals. Den Auftakt macht das Norwegische Nationalballett mit „Gespenster“ nach dem Drama von Henrik Ibsen.
Die Aufführung ist getanzte Emotion. Dicht, ergreifend, grausam kreisen die Figuren umeinander, rollt sich in tänzerischer Perfektion der Abgrund menschlicher Existenzen auf. Regisseurin Marit Moum Aune gelingt es meisterhaft, Ibsens Geschichte ohne Worte zu erzählen. Die beiden Kinderrollen sind, obwohl tänzerisch und inhaltlich sehr anspruchsvoll, nicht von Erwachsenen, sondern tatsächlich mit zwei Kindern besetzt – Kristoffer Ask Haglund und Erle Ostrat liefern zwischen klassischem Ballett, Modern Dance und stummem Theater eine herausragende Performance ab, die durch die Leichtigkeit der kindlichen Bewegungen das Drama um sie herum verstärkt. Die norwegische Compagnie ist zum ersten Mal zu Gast im Theater an der Wien und präsentiert in den kommenden Tagen „Carmen“ unter der Choreografie von Liam Scarlett.
Mit Elisabeth Kulmans Soloprogramm „La femme c’est moi“ wird es humorvoll auf dem Osterklang-Festival. Zum Ende der Woche hin präsentiert das Staatliche Sinfonieorchester Russland die „Romeo und Julia“-Suite von Sergei Prokofiew sowie Igor Strawinskys „Le sacre du printemps“. Die Wiener Philharmoniker schließen das Festival am Ostersonntag traditionellerweise mit ihrem „Frühling in Wien“.

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