Römische Verträge, 25.März 1957 (Begründung der Europ.Wirtschaftsgemeinschaft EWG und der Europ.Atomgemeinschaft EURATOM; unterz. v .Belgien, Bundesrepublik, Frankreich, Italien, Luxemburg u.d.Niederlanden). Bei der Unterzeichnung im Konservatorenpalast, v.li.Bundeskanzler Konrad Adenauer, Staatssekr. Walter Hallstein, ital.Min.Präs.Antonio Segni. Foto: picture alliance/dpa

60 Jahre nach den Römischen Verträgen: Gegen die „Brüsseler Bürokraten“
Friendly fire aus Budapest auf die EU

Vor 60 Jahren hätte sich wohl kaum jemand vorstellen können, dass es „schick“ werden könnte, dass EU-Mitgliedstaaten selbst mit dem Kampf gegen die Europäische Staatengemeinschaft politisch zu punkten. Denn jahrzehntelang standen die Beitrittskandidaten Schlange. Zum Club der EU-Mitglieder zu gehören, galt als das Non-Plus-Ultra in Europa. Kein Wunder: Bei allen Schwierigkeiten geht es der Euro-Zone wirtschaftlich relativ gut, der gemeinsame europäische Binnenmarkt hat Gewicht in der Welt.

Aber die EU heute ist bedroht. Der Brexit ist eine ernsthafte Krise. Rechtspopulisten in ganz Europa sägen am Ast, auf dem sie sitzen, unterstützt aus Moskau. Bei den Präsidentschaftswahlen in Österreich und den Parlamentswahlen in den Niederlanden ist Europa noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen. Aber Nationalisten in Polen und Ungarn stänkern massiv gegen die EU und treten dabei auch den rechtsstaatlichen Grundkonsens mit Füßen. Die Blaupause für Warschau liefert Viktor Orbán in Ungarn. Seit Jahren legt er sich mit Brüssel an und schlägt daraus innenpolitisch Profit. Besonders deutlich wird dies in der Flüchtlingspolitik.

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Der Grenzanlage zu Serbien wird weiter verstärkt. Mit Überwachungskameras und Warndurchsagen sollen Grenzübertritte ohne Papiere verhindert werden. Foto: BR | Videostandbild | Daniel Dzyak
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