Begräbnis der toten Flüchtlinge, die an den Gleisen in Mazedonien umgekommen waren. Foto: Videostandbild

Die Toten der Balkanroute
Schnell begraben, schnell vergessen

Wir wissen zu wenig. Es gibt noch zu viele Lücken. Priorität jedenfalls hat das Thema auf dem Balkan keine. Begonnene Untersuchungen von Behörden hören oft einfach auf, und tote Migranten kommen in der Region meist schnell unter die Erde

Mohammed Arif, UNHCR

Manche sind erfroren, manche vor Erschöpfung zusammengebrochen. Manche wurden Opfer von Gewaltverbrechen und manche wurden nachts, als sie entlang der Eisenbahnlinien liefen, von einem Zug erfasst und getötet. Es gibt viele Tote auf der Balkanroute. Genaue Zahlen aber gibt es nicht. Keine Stelle, die sie zusammenträgt.

Oft kümmert es die staatlichen Behörden nicht einmal, wer die Menschen sind, die auf der Flucht ihr Leben verloren haben. Schnell begraben, schnell vergessen. Wären da nicht private Flüchtlingshelfer wie Lence Zdravkin in Mazedonien, die Gräber pflegen, Identitäten feststellen und den Toten ein würdiges Gedenken geben wollen.

 

 

Mohammed Arif, UNHCR

Autor: Darko Jakovljevic

Kamera: Dejan Acevski/ Zarko Bogdanovic

Schnitt: Günter Stöger

 

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