Demonstranten mit einem Plakat auf dem geschrieben steht 'Seid schlau, Bosnier und Herzegowiner' am 27.02.1992 in den Straßen von Sarajevo. Am 29.02./01.03. wurde in einem Referendum für die Unabhängigkeit gestimmt. Foto: picture-alliance | dpa

25 Jahre Unabhängigkeit Bosniens
Droht der Zerfall des Landes?

Vor einem Vierteljahrhundert entschieden die Bosnier mit Mehrheit, sich aus dem Staatenbund Jugoslawien zu lösen. Am 3.März erklärte Bosnien-Herzegowina seine Unabhängigkeit. Einen Monat später begann der Krieg, der 100.000 Tote forderte.

Die bosnischen Serben hatten das Referendum boykottiert. Sie verfolgten – zusammen mit der Regierung in Belgrad – andere Pläne: Die Angliederung der Landesteile, die heute die serbische Teilrepublik bilden, an Serbien. Diese Idee hat bis heute Bestand. Anfang des Jahres sprach der Präsident der bosnischen Serbenrepublik, Dodik, „vom Traum, sich an das Mutterland Serbien anzuschließen“.

Marion Kraske, die das Büro Sarajevo der grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung leitet, sieht heute „Fliehkräfte“ am Werk, die zum Zerfall Bosniens führen könnten. Denn Nationalisten aller drei Ethnien (muslimische Bosniaken, Serben, Kroaten) sägten an der Dayton-Friedensordnung.

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Muslimische Mädchen neben einem Plakat, dass für das Referendum wirbt. Durch die Unabhängigkeitsbestrebungen der jugoslawischen Teilrepublik Bosnien-Herzegowina brach 1992 der Bosnienkrieg aus, der 100.000 Tote forderte. Ende 1995 wurde der Krieg durch das Abkommen von Dayton beendet. Foto: picture-alliance | dpa
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