Tag für Tag stehen die Demonstranten auf dem Siegesplatz in Bukarest und versuchen ihren Forderungen Gehör zu verschaffen. Foto: picture alliance/dpa

Tag 20 der Proteste in Rumänien
„Wir geben nicht auf“

Tausende versammeln sich Abend für Abend trotz Regen und bitterer Kälte. Zwar waren es vergangen Sonntag nur noch etwa 3000 Menschen, aber die Demonstranten wollen nicht aufgegeben bis die sozialliberale Regierung zurücktritt. Mit Handys und farbigen Taschenlampen erleuchten sie den Platz vor dem Sitz der rumänischen Regierung und tauchen die Demonstration in die rumänischen Nationalfarben Farben Blau-Gelb-Rot.  Die Bilder von den Protesten gegen die Lockerung der Anti-Korruptionsgesetze  gehen um die Welt. In Sprechchören hallt der Ruf „Rücktritt“ „Rücktritt“ über den Platz. Seit dem Sturz des kommunistischen Diktators Ceaușescu 1989 hat Rumänen keine solche Menschenmassen mehr gesehen.

Einer der immer mit dabei ist Constantin Paraschiv. Ihn kennt inzwischen jeder auf dem Siegesplatz in Bukarest: Der zweifache Familienvater versorgt die Demonstranten mit Obst und kleinen Stärkungen. Ausgerechnet eine Sportzeitung hat sich zum wichtigsten investigativen Medium in Rumänien entwickelt: Die Gazeta Sporturilor. Vieles was andere aus Rücksicht auf Werbekunden oder Politiker nicht schreiben, decken nun Sport-Journalisten wie Razvan Lutac auf.  ARD Korrespondent Till Rüger war auf dem Siegessplatz mit den Demonstranten unterwegs und hat Razvan Lutac und Constantin Paraschiv getroffen.

Videoblog zu den Protesten in Rumänien

Kamera: Markus Grohs

Schnitt: Roland Buzzi

Auto: Till Rüger

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