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Tausende Flüchtlinge leben in Belgrad unter unmenschlichen Lebensbedingungen in der Hoffnung irgendwie doch nach Westeuropa zu gelangen. Foto: picture-alliance | dpa

Knapp ein Jahr nach Schließung der Balkanroute
Flüchtlings-Alltag vor den Toren der EU

Seit knapp einem Jahr ist die Balkanroute dicht. Die Europäische Union hat viel Geld ausgegeben, um zu erreichen, dass weniger Flüchtlinge kommen. Ausschlaggebend ist dafür vor allem die Flüchtlingsvereinbarung der EU mit der Türkei. Außerdem haben die Balkanländer entlang der ehemaligen Route ihre Grenzen abgeriegelt, etwa mit Zäunen. Allerdings fällt auf: Obwohl ein Durchkommen für Flüchtlinge und Migranten entlang der Balkanländer Geschichte sein soll, hält die illegale Migration an. So warten vor den Toren der EU tausende Menschen, die ihr letztes Geld für die nächstbeste Gelegenheit ausgeben wollen, um nach Westeuropa zu kommen. Illegal, versteht sich. Wer legal, etwa von Serbien nach Ungarn will, muss sehr viel Geduld aufbringen. Denn von Montags bis Freitags werden maximal 20 Flüchtlinge nach Ungarn gelassen. Diese legale Möglichkeit steht allein reisenden Männer wie dem 19-jährigen Ahmad Usmani nicht offen. Er floh aus Afghanistan, weil er von den Taliban schwer verletzt wurde, schlug sich bis Serbien durch. Seit dreieinhalb Monaten sitzt er nun in Belgrad fest. Wie viele andere junge Männer auch, bei eiskalten Temperaturen. Ihre Unterkunft: eine Lagerhalle, ohne Toilette, ohne fließendes Wasser.  Ahmad wartet darauf, dass er einen Schlepper findet, der ihn nach Berlin bringen kann. Die serbischen Behörden schauen weg.

 

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Autor: Darko Jakovljevic
Kamera: Zarko Bogdanovic
Schnitt: Günter Stöger

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