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Vor den verlassenen Lagerhäusern hinter dem Belgrader Hauptbahnhof verteilt eine Hilfsorganisation Essen an die sich dort aufhaltenden Flüchtlinge. Foto: eurovision/ap | Videostandbild

Die Stunde der Hilfsorganisationen auf dem Balkan
Menschliche Wärme contra bittere Kälte

Es wird wohl nur eine kurze Verschnaufpause werden auf dem Balkan. Mit dem Abklingen der ersten massiven Kältewelle und den gegenwärtig einsetzenden milderen Temperaturen kündigen sich erneut heftige Winterstürme zum Beginn der kommenden Woche an. Eigentlich sind die Menschen in dieser südöstlichen Region gerade zu den Wintermonaten Kälte ja gewohnt. Aber diesmal war es anders. Eis und Frost hatten die Länder auf dem Balkan in einer derartigen Schnelligkeit und Intensität überrollt, dass einige Menschen quasi auf dem Nachhauseweg in eine tödliche Falle gerieten. Einige der Kälteopfer waren binnen kurzer Zeit erfroren, entweder weil sie verunglückt waren oder durch die beißende Kälte jeglichen Antrieb verloren hatten, sich noch aus eigener Kraft in Sicherheit zu bringen. Und wie immer traf es vor allem die Ärmsten der Armen: Menschen ohne Unterkunft, Vereinsamte, Menschen auf der Flucht. Allein in Bulgarien waren innerhalb von 24 Stunden die Leichen von 5 Flüchtlingen in Wäldern und am Straßenrand aufgefunden worden. Andere wiederum konnten buchstäblich in letzter Minute gerettet werden und dies ist etwas Positives, was man der gegenwärtigen Situation abgewinnen kann: es sind die Stunden der zahlreichen Hilfsorganisationen, die gegenwärtig unermüdlich in den Ländern des Balkan unterwegs sind und das ihre Tun, damit Menschen in schwierigen Lebenssituationen überleben können. Was hier in den vergangenen Tagen geleistet wurde ist mehr als nur anerkennenswert. Ambulante Notversorgung, Nahrungszubereitung, Aufbau und Unterhalt von Suppenküchen, Organisation von Notunterkünften und – vielleicht am wichtigsten – persönliche Zuwendung für Menschen, die schon jegliche Hoffnung verloren hatten. Viele tausend Helferinnen und Helfer sind so unterwegs und stellen sich meist unentgeltlich in den Dienst der Menschlichkeit und der Fürsorge. Wären sie in den vergangenen Stunden und Tagen nicht da gewesen – die Kälteopferbilanz in den Ländern des Balkan sähe weitaus dramatischer aus.

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Kälteeinbruch auf dem Balkan

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