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Foto: BR | Ralf Borchard

Außenminister Sebastian Kurz zum OSZE-Vorsitz
Österreich will stärker auf Russland zugehen

Unser großer Vorteil ist, dass wir ein kleines, aber neutrales Land sind, dass wir uns insbesondere auch in den schwierigen Jahren des Ukraine-Konflikts immer eine gute Gesprächsbasis nach Russland aufrecht erhalten haben.

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz

2017 übernimmt Österreich von Deutschland den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Außenminister Sebastian Kurz hat sich viel vorgenommen: Österreich wolle als traditionelles Brückenland zwischen Ost und West wieder stärker auf Russland zugehen, so Kurz im ARD-Interview mit Blick auf den Ukraine-Konflikt, aber auch auf den Syrien-Krieg: „Friede wird es auf unserem Kontinent am Ende des Tages nur mit und niemals gegen Russland geben können.“

 

Auch den Kampf gegen radikalen Islamismus sieht der österreichische Außenminister als zentrale Aufgabe der OSZE. Für die zweite Januar-Hälfte hat Kurz eine Moskau-Reise angekündigt. Neben den Dauerkonflikten, die die mehr als 50 Staaten umfassende OSZE  beschäftigen – etwa in Berg-Karabach oder in Transnistrien – stellt sich 2017 vor allem eine Frage: wird der künftige US-Präsident Donald Trump multilaterale Organisationen wie die OSZE noch ernst nehmen?

Wir haben 10.000 Menschen aus dem OSZE-Raum, die sich auf den Weg gemacht haben, um in Syrien und im Irak zu vergewaltigen, zu morden oder religiöse Minderheiten auszulöschen. Wenn diese Menschen zurückkehren, dann sind sie auch eine massive Sicherheitsbedrohung für unserer Gesellschaften in Europa.

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz

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Der österreichische Außenminister Sebarstian Kurz im Gespräch mit ARD-Korrespondent Ralf Borchard. Foto: BR
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