Google Maps-Vorschau - es werden keine Daten von Google geladen.

Werden immer höher und massiver: die Grenzzäune auf dem Balkan (hier: bulgarisch-türkische Grenze nahe Elhovo). Foto: BR | Michael Mandlik

Jahresrückblick Michael Mandlik
Österreichs neue Sicherheitsstruktur

Balkanroute geschlossen? Migration unterbunden? Flüchtlingskrise vorüber? Von wegen! Mit Beginn meiner neuen Tätigkeit als ARD-Korrespondent und Studioleiter Fernsehen im ARD-Studio Wien im Januar 2016 hatte mich diese Thematik vom ersten Tag an quasi eingesaugt und auch die kommenden Monate intensiv beschäftigt. Der Blick auf die dramatische Situation im Nahen und Mittleren Osten und die dementsprechenden Auswirkungen auf die Fluchtbewegungen vieler zehntausend Menschen in Richtung Westeuropa konzentrierte sich schnell auf krisenhafte Szenarien wie die im Flüchtlingslager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze, auf die immer skrupelloser agierenden Schlepperbanden entlang der bulgarisch-türkischen Grenze, auf den Flüchtlingsandrang an der serbisch-ungarischen Grenze.

 

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten direkt von YouTube geladen.

Jahresrückblick Michael Mandlik

Österreich koordiniert Maßnahmen auf dem Balkan

Gleichzeitig wesentlich intensivierte Grenzverstärkungen und Grenzüberwachungen in den Ländern entlang der Balkanroute Bulgarien, Mazedonien, Albanien, Serbien, Kroatien, Slowenien, Rumänien, Ungarn und ein Land Österreich, das mit allen Anstrengungen versucht, Verantwortung für eine Koordination von Maßnahmen auf dem Balkan mit dem Ziel einer Eindämmung der illegalen Migration zu übernehmen. Alles andere als eine leichte Aufgabe angesichts der höchst unterschiedlichen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in den Ländern des Balkan.

 

Komplett neue Sicherheitsstruktur

Genau genommen war es auch Österreich, das als erstes Land Westeuropas in kürzester Zeit seine gesamte Sicherheits- und Verteidigungsstruktur auf ein verändertes Bedrohungsszenario hin umgebaut hat – mit den Schwerpunkten Grenzschutz und Terrorabwehr. Das neutrale Österreich setzt so – angesichts der nach wie vor uneinheitlichen Haltung der Europäischen Union in der Flüchtlingskrise – auf eigene Handlungsfähigkeit. Wirklich viel Geld wird in die nationale wie internationale Sicherheit investiert, um das zeitlich immer noch nicht absehbare Krisenszenario vor allem hinsichtlich der gegenwärtigen Terrorgefahr möglichst schnell in den Griff zu bekommen. Zweifellos hat sich Österreich damit auch eine veränderte Position in einer schwieriger werdenden europäischen Sicherheitsarchitektur erarbeitet. Ob es als Vorbild dienen kann oder sogar muss, das wird sich wohl alsbald heraus stellen. Vor allem auch dieses Thema wird die Korrespondentinnen und Korrespondenten im ARD-Studio Wien auch im Jahr 2017 wohl intensiv beschäftigen.

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten direkt von YouTube geladen.

Aufrüstung

Das österreichische Bundesheer soll in den kommenden vier Jahren personell wie technisch erheblich aufgerüstet werden.

Video: Michael Mandlik

Was Sie noch interessieren könnte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.