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Wahlkampfveranstaltung der Regierungspartei VMRO-DPMNE in Krusevo im Südwesten Mazedoniens. Foto: BR | Stephan Ozsváth

Vorgezogene Parlamentswahl in Mazedonien
Regierungspartei Favorit, trotz Abhöraffäre

Alles ist gut choreografiert im malerischen Berg-Städtchen Krusevo im Südwesten Mazedoniens. Anhänger der Regierungspartei VMRO-DPMNE schwenken Fahnen, zünden Bengalos, singen Kampflieder. Sie buhen, wenn einer der Redner die Opposition, die Sozialdemokraten, erwähnt. Und sie rufen „Nikola, Nikola“, wenn ihr Idol erwähnt wird – Langzeitpremier Nikola Gruevski. Der hat die Parole „Absolute Mehrheit“ ausgegeben. Er ist Favorit, trotz Korruption, Amtsmissbrauch und einer Abhöraffäre, die ein wenig schmeichelhaftes Bild seiner Regierung zeigte.

Eine Sonderstaatsanwaltschaft hat bestätigt, dass der Konservative Gruevski Tausende Mazedonier hat abhören lassen. In Bitola, etwa 50 Kilometer entfernt, fährt ein Lautsprecherwagen durch die Straßen. Zu hören sind Mitschnitte der abgehörten Telefonate. „Es ist ein Mafia-System“, meint die stellvertretende Vorsitzende der Sozialdemokraten, Radmila Sekerinska im ARD-Interview. Gruevski habe viele Menschen in der Regierung und der Verwaltung zu Komplizen gemacht. Deswegen seien sie loyal. Die Sozialdemokraten wollen, dass die Sonderstaatsanwälte weiter machen, Gruevski will das nicht.

Insgesamt treten 11 Parteien und Listen an, auch einige Albanerparteien. Die Wahllokale sind bis 19 Uhr geöffnet. Wahlbeobachter – auch der OSZE – verfolgen aufmerksam den Urnengang.

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