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Die Architektin Ilinca Macarie will als Bezirksstadträtin etwas verändern. Foto: BR | Andrea Beer

Ilinca macht mit
Eine deutsch-rumänische Architektin kämpft gegen die Korruption

Ende Oktober 2015 brannte es in dem Bukarester Livemusik-CIub  Colectiv. 64 Menschen starben weil die Brandvorschriften nicht  eingehalten worden waren. ,,Korruption tötet“ protestierten damals viele Rumänen. Die Regierung des umstrittenen Sozialdemokraten  Victor Ponta musste zurücktreten. Auch er ist mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Eine Übergangsregierung des  Technokraten Ciolos übernahm für ein Jahr die Amtsgeschäfte. Am Sonntag wählen die Rumänen nun ein neues Parlament. Die Sozialdemokraten -PSD -liegen in Umfragen klar vorne, obwohl ihr Parteichef Liviu Dragnea wegen Wahlbetrugs verurteilt ist. Wie auch andere etablierte Parteien hat die PSD mit Korruption von Mitglieder und Abgeordnetenlisten ein Problem. Eine Angriffsfläche für die neue Partei  ,,Rettet Rumänien“. Sie wurde von dem Mathematiker Nicusor Dan gegründet. Der mit „Rettet Bukarest“ bekannt geworden ist.  „Rettet Rumänien“ – kurz USR – hat zwar kein großartiges Programm, aber gute  Chancen ins Parlament zu kommen. Die Mitglieder und Kandidaten dieser bunten Sammelbewegung haben sich dem Kampf gegen die Korruption verschrieben. Aber auch Tierschutz, Ökologie oder Stadtentwicklung sind ein Thema. Unter ihnen ist die Architektin Ilinca Macarie. Die Deutsch-Rumänin studierte in Köln und Frankfurt und zog 2007 voller Idealismus nach Bukarest. Dort gab es damals einen Bauboom und sie dachte, dass sie dort gut arbeiten könnte. Doch in ihrem Beruf erlebte sie, wie Schmiergeld und ein mafiöses System aus ihrer Sicht eine gute Stadtentwicklung verhindert. Für eine Studie nahm sie jahrelang die Vergabe öffentlicher Aufträge unter die Lupe. Das Ergebnis: Keine Transparenz und Vetternwirtschaft.  Das politisierte die energische 48 Jahre alte Frau. Sie gründete mit einer Freundin die Organisation „pro domo“, die unter anderem Prozesse gegen den illegalen Abriss von denkmalgeschützten Häusern führte. Schließlich traf sie Nicusor Dan und wurde Mitglied bei „Rettet Rumänien“.

Wir können viel mehr erreichen wenn wir im System sind

Ilinca Macarie, Bezirksstadträtin in Bukarest und Mitglied der Partei „Rettet Rumänien“

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Der "Palatul Parlamentului" (Parlamentspalast) in Bukarest. Foto: picture-alliance | dpa
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