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Bundespräsidentenwahl in Österreich. Foto: picture alliance/dpa

Zieht ein Rechtspopulist in die Hofburg ein?
Bundespräsidentenwahl in Österreich

Der Wahlkampf war lang: Elf ganze Monate liegen hinter den beiden Kandidaten für die Hofburg. Nach Ansicht mancher Kommentatoren „eine Schicksalswahl“. Denn es tritt der frühere Grünen-Chef Alexander van der Bellen gegen den FPÖ-Politiker Norbert Hofer an. Bemerkenswert schon jetzt: Es sind keine Kandidaten aus den etablierten Volksparteien ÖVP und SPÖ.

Das hat es noch nie gegeben. Und noch etwas ist neu: Eigentlich hatte der von den Grünen ins Rennen geschickte Wirtschaftsprofessor die Stichwahl im Mai schon gewonnen. Doch die FPÖ focht sie an. Mit Erfolg. Das Verfassungsgericht entschied: Es muss neu gewählt werden. Eigentlich im Oktober. Doch auch das ging schief: Die Umschläge für die Briefwahl-Unterlagen klebten nicht.

 

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Autoren: Andrea Beer, Ralf Borchard, Stephan Ozsváth. Foto: picture alliance/dpa
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Nun ist es also soweit. Inhaltlich ist alles gesagt. Alle (Fernseh-)Duelle sind gekämpft, jeder der Kandidaten wurde sorgsam ausgeleuchtet. Wir wissen nun, dass Norbert Hofer einen Kater hat und sich gerne lindgrün einrichtet. Und wir wissen, dass Alexander van der Bellen gerne mit Hund in den Bergen wandert. Gekämpft wurde an allen Fronten, um jedes Publikum: Im Bierzelt wie im feinen Salon. Und mit allen Mitteln. Den bei Wahlen üblichen. Und den schmutzigen Tricks.

Unterdessen hat sich die Welt allerdings weiter gedreht. Die Briten entschieden sich für den Brexit, die Amerikaner für einen Donald Trump als Präsidenten. Und die nächsten Wahlen werfen bereits ihre Schatten voraus: Nächstes Jahr steht die Präsidentenwahl in Frankreich an, und die Frage: Wird Angela Merkel Deutschland weiter regieren ? Das ist die Begleitmusik zur Präsidentenwahl in Österreich – zieht in die Wiener Hofburg künftig ein deutsch-nationaler Burschenschaftler ? Oder ein kettenrauchender Professor ?

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