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Standbild aus einem Werbevideo des Kosovo Büros der serbischen Regierung. Foto: Kosovo Büro der serbischen Regierung | Videostandbild

17 Jahre nach dem Krieg im Kosovo
Ein "Kibbuz" für Serben

Auch 17 Jahre nach dem Kosovokrieg trauen sich viele Vertriebene nicht in ihre Heimat Kosovo zurück, weil der Hass zwischen Serben und Albanern im Kosovo immer noch präsent ist. Wie etwa im Süden, im Dorf Mushtisht. Vor dem Krieg lebten dort Serben und Albaner zusammen. Jetzt wurde das Dorf zu einer Verbotszone für serbische Rückkehrer erklärt.

Dieses dunkle Kapitel, hier in meiner Heimat Kosovo, löst man nur, wenn wir aufeinander zugehen. Inzwischen gibt es ja auch eine neue Generation. Wie mich, die nicht schuld sind an dem, was passiert ist.

Milos Maksimovic, Kosovo-Serbe

Anders hingegen im Nordkosovo: Hier leben fast ausschließlich Serben. Und serbische Vertriebene sollen am besten hierher zurückkehren – nach Vorstellungen der serbischen Regierung in Belgrad. So wird jetzt im Nordkosvo ein neues Dorf gebaut, exklusiv für vertriebene Serben. Die Regierung Serbiens, die das Kosovo nach wie vor als seine Provinz beansprucht, spricht von „Kibbuz“. Das klingt nicht nach Integration. Die Europäische Union ist ratlos. Denn ihre Absicht, einen multiethnischen Staat mit aufzubauen, wird immer schwieriger.

Finanziell und politisch wollen wir zwar Rückkehrern helfen. Aber die Europäische Union entscheidet nicht, über die ethnische Zusammensetzung von Gemeinden im Kosovo.

Thomas Gnocchi, EU-Vertretung im Kosovo

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Ein "Kibbuz" für Serben

Autor: Darko Jakovljevic
Kamera: Zarko Bogdanovic / Sahit Kokolli
Schnitt: Günter Stöger

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