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'Bezeichnenderweise hat der letzte sogenannte Pensionsgipfel am 29. Februar stattgefunden. Den wird es das nächste Mal in vier Jahren geben. Und irgendetwas, das in die Nähe einer Pensionsreform kommt, wird es vorher auch nicht geben. Leider.' - Bernd Marin, Rentenexperte. Foto: picture alliance | chromorange

Zeitbombe Rente
Vertreibung aus dem Pensionistenparadies Österreich

Als Rentner hat man es gut in Österreich. Man kann Tauben vergiften oder mit dem Hund Gassi gehen im Park, man hat Zeit für das Kaffeehaus oder man kann noch ein bisschen Jammern über „die da oben“. Das Geld jedenfalls kommt zuverlässig. Manche bekommen sogar zwei, drei Pensionen. Da kommen bis zu 1.500 Euro zusammen. 14-mal im Jahr. Für Beamte oder Angehörige privilegierter Stände sogar deutlich mehr. Zustände, von denen deutsche Rentner nur träumen können.

Doch das ist nur der oberflächliche Blick auf die Pensionisten-Republik Österreich. Denn immer wenn es um Geld geht, geht es um zwei Fragen: Wieviel? Und woher? Und da klafft eine immer größere Lücke. Das Pensionistenparadies wird nämlich mit jährlich bis zu 15 Milliarden Euro aus der Staatskasse zusätzlich alimentiert. Und Österreichs Rentner sind langlebig. Wenn sie – im Durchschnitt mit 60 Jahren – in den Lebensabend starten, leben sie noch fast ein Vierteljahrhundert. Das kostet. Irgendwann wird die Zeitbombe platzen. Weil immer weniger immer mehr Rentner finanzieren müssen. Der Reform-Eifer in der Politik, der eigentlich nötig wäre, ist nicht sehr ausgeprägt, warnt Österreichs Renten-Papst Bernd Marin. Und die private und betriebliche Vorsorge ist zu wenig ausgebaut. Kommende Generationen werden sich die Augen reiben.

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Rentenexperte Bernd Marin warnt vor einem Kollaps des österreichischen Pensionssystems. Foto: picture alliance | APA | picturedesk.com
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