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Ein junger Braunbär im Reservat. Das private rumänische Bärenreservat Libearty bei Zarnesti in den Karpaten wird von großen, teils internationalen Firmen unterstützt. Foto: picture-alliance | dpa

Tierschützer, Jäger und Landwirte streiten um Abschussquoten
Rumänien: Der Bär ist los!

Seit am 12. Oktober im rumänischen Sibiu (Hermannstadt) ein ausgewachsener Bär für Angst und Schrecken sorgte und am Ende erschossen wurde, wird landesweit wieder wild über die Bärenjagd diskutiert. Tierschützer protestieren gegen die tödlichen Schüsse, selbst Rumäniens Präsident Klaus Iohannis – früher Bürgermeister von Hermannstadt – echauffierte sich über das unprofessionelle Verhalten der Behörden. Gleichzeitig beklagen Schäfer und Landwirte, es werde viel zu wenig zum Schutz ihrer Tiere vor Bären getan. In Rumäniens Karpaten leben mehrere tausend Bären, die immer wieder Schafe und Kühe reißen, in Mülltonnen nach Nahrung suchen und auch Menschen angreifen – jedes Jahr gibt es Verletzte, manchmal Tote. Der Schäfer Culita Rapea und der Landwirt Ioan Tomoiaga erzählen ins ARD-Mikrophon, wie sie beim Kampf mit Bären knapp mit dem Leben davonkamen…

Das Problem ist die zu geringe Abschussquote, die bewilligt wird. Das ist der Grund, warum wir in den Jagdrevieren nicht das Gleichgewicht bewahren können

Pompil Varga, Vorsitzender des Landkreisverbandes der Jäger, Sibiu/Hermannstadt

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Pompil Varga, Gheorghe Durdun und Virgil Urs (von rechts nach links) laden regelmäßig Natur- und Tierschützer zur Bestandsaufnahme/Schätzung der Bärenpopulation ein, doch keiner kommt. Foto: Nicolae Ovidiu
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Voriges Jahr hat mir ein Bär drei Rippen gebrochen, es war oben im Gebirge. Er hat mich umgeworfen und mit seinem ganzen Gewicht auf meinen Brustkorb getreten. Ich bin nur mit dem Leben davongekommen, weil mein Gehilfe und die Hunde den Bären vertrieben haben.

Culita Rapea, Schäfer im Dorf Jina

Ich bin empört über das Herumeiern der Behörden, ihre chaotische, verantwortungslose Vorgangsweise. Jedes gehetzte Tier wird auf diese Weise zu einem unberechenbaren Verhalten gebracht

Cristina Stark, Tierschützerin, zur Tötung des Bärs in Sibiu/Hermannstadt
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