Norbert Hofer, der Kandidat der Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), präsentiert seine neuen Wahlkampfplakate mit den Slogans 'In eurem Sinne entscheiden' und 'Für Österreich mit Herz und Seele'. Für Aufregung sorgte der Zusatz 'So wahr mir Gott helfe'. Foto: picture alliance | APA | picturedesk.com

Doppelwahlkampf in Österreich um Hofburg und Kanzleramt
Rechtspopulismus: FPÖ provoziert mit neuen Slogans

Am 4. Dezember soll in Österreich endgültig die Präsidenten-Stichwahl über die Bühne gehen – nach einer Serie von Schlampereien bei der Stimmenauszählung und nicht klebenden Briefwahlumschlägen. Der Wahlkampf kommt wieder auf Touren – und alles dreht sich erneut um die rechtspopulistische FPÖ. Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer sorgt mit Plakaten mit dem Slogan „So wahr mir Gott helfe“ für Aufsehen. Und Parteichef Heinz-Christian Strache nennt Angela Merkels Flüchtlingspolitik „kriminell“ und warnt vor Konflikten in Österreich „bis hin zu bürgerkriegsähnlichen Szenarien“. Die Provokationen sind Teil eines Doppelwahlkampfs: Die meisten Beobachter rechnen nach der Stichwahl ums Präsidentenamt auch mit vorgezogenen Parlamentswahlen schon 2017. Dann will Strache Kanzler werden. Und die Umfragen sehen die FPÖ vorn.

"So wahr mir Gott helfe."

Slogan auf den Wahlplakaten von FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer

"Ich halte es für geschmacklos, die religiösen Gefühle tausender von Menschen in Österreich auf diese Art zu verletzen.“

Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen zu Norbert Hofers Gotteszitat

"Der ungebremste Zustrom von Armutsmigranten macht mittelfristig auch Konflikte nicht unwahrscheinlich, bis hin zu bürgerkriegsähnlichen Szenarien.“

FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache

„Es ist die übliche Art der Provokation, wo man es immer wieder geschickt verstanden hat, öffentliche Erregung zu erzeugen, und damit natürlich auch die Aufmerksamkeit für die eigene Kampagne zu erhöhen.“

Politikanalyst Thomas Hofer zur Strategie der FPÖ

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Der Kampf um den Einzug in die Hofburg geht in die nächste Runde. FPÖ-Kandidat Norbert Hofer bemüht dafür sogar Gottes Hilfe. Foto: BR | Karin Straka
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