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In der Transitzone an der serbisch-ungarischen Grenze gibt nur eine Wasserstelle, keine Duschen und zu wenig Toiletten. Foto: BR | Dejan Stefanovic

Erneute Kritik von Amnesty International
Misshandelt Ungarn Flüchtlinge an der Grenze?

Es ist nicht das erste Mal, dass Amnesty International Ungarns Regierung heftige Vorwürfe macht. Doch wenige Tage vor dem Referendum am 2. Oktober trifft der jüngste AI-Bericht auf weitaus größeres Interesse im In- und Ausland: Die Regierungsrhetorik gegen Flüchtlinge über ein „Nein zur Aufnahme von Migranten“  ihren Höhepunkt erreicht.

Die Misshandlung von Flüchtlingen und „Labyrinthartige Asylverfahren seien ein zynischer Trick der ungarischen Regierung, um Asylbewerber von Ungarns militarisierter Grenze abzuschrecken. Hunderte von Flüchtlingen seien Opfer von körperlicher Misshandlung, illegaler Rückweisung an der Grenze oder illegalen Festnahmen im Lande geworden.

Ungarische Menschenrechtsorganisationen berichten seit langem von Misshandlungen von Flüchtlingen durch die Behörden.  Gábor Gyulai vom Helsinki-Komitee in Budapest: „Die am häufigsten zu hörende Geschichte ist,

dass es zu Misshandlungen kommt, wenn die Flüchtlinge über die Grenze zurückbegleitet oder gedrängt werden. Da gibt es ein sehr klares und übereinstimmendes Muster von dem, was dann geschieht:  Tritte, Schläge, Einsatz von Pfefferspray, und Angriffe von Hunden. Wir und unsere Kollegen haben zahlreiche Verletzungen beobachtet, die offenkundig von Misshandlungen stammten, etwa sichtbare Hundebisse bei Leuten, mit denen wir entweder in Ungarn oder in Serbien gesprochen haben.“

Jeden Tag lässt Ungarn nur über zwei Grenzübergänge insgesamt 30 Flüchtlinge in sogenannte Transitzonen passieren. Dort würden, so Amnesty, vor allem allein reisende junge Männer wochenlang festgehalten.

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Die Tür zur EU. Nur 30 Menschen pro Tag dürfen von Serbien aus nach Ungarn um dort einen Asylantrag zu stellen. Foto: BR
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