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Im Gespräch vor dem Interview (von links): FPÖ-Sprecher Martin Glier, ARD-Korrespondent Ralf Borchard, Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer, ARD-Korrespondent Michael Mandlik. Foto: BR | Adrian Klinkan

Interview mit FPÖ-Kandidat vor neuer Präsidenten-Stichwahl in Österreich
Norbert Hofer will kein Rechtspopulist sein

Er, ein „Rechtspopulist“? Nein, sagt Norbert Hofer. Ein Populist müsse ständig seine Meinung ändern. Die FPÖ habe ihre Linie in der Flüchtlingspolitik einmal festgelegt und immer beibehalten. Die Regierung sei es, die ihre Linie geändert habe – in Richtung FPÖ. Auch als „Nationalist“ sieht sich Hofer keineswegs – „Patriot“ sei der richtige Begriff.

 

Im Interview mit Michael Mandlik und Ralf Borchard nimmt Norbert Hofer zum Wahlerfolg der AfD in Mecklenburg-Vorpommern Stellung und kritisiert – vergleichsweise vorsichtig – Angela Merkels „Wir schaffen das“. Von anderen Rechtsaußen-Parteien in Europa versucht sich Hofer abzugrenzen, etwa von Marine Le Pens Front National in Frankreich: „Wir sind eine EU-kritische Partei, aber wir wollen nicht austreten“, so der FPÖ-Kandidat.

 

Also keine Rede mehr von einem „Öxit“-Referendum, auch nicht von einer möglichen Entlassung der Regierung, falls er Präsident wird? Norbert Hofer gibt sich im Wahlkampf vor dem 2. Oktober noch sanfter als vor der ersten Präsidenten-Stichwahl, die er am 22. Mai knapp verloren hat. Hofer zielt auf die politische Mitte. Und kündigt – falls er gewinnt – eine „enge Zusammenarbeit“ mit Deutschland an: „Ich hoffe, dass ich die Skepsis ausräumen kann“.

 

Ein ARD-Interview mit Hofers Gegenkandidat, Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen, folgt Ende kommender Woche.

"Die FPÖ ist eine Partei, die in Sicherheitsfragen rechts steht. In sozialpolitischen Fragen stehen wir links. Und wir sind wirtschaftsliberal."

"Der Präsident in Österreich hat die Möglichkeit, eine Regierung zu entlassen – aber nur im Extremfall. Das wird nicht eintreten."

"Wir haben jetzt 600.000 Muslime. Das ist ein sehr hoher Wert für ein kleines Land wie Österreich."

"Es ist ein sehr langer Wahlkampf, es sind amerikanische Verhältnisse. Es wird Zeit, dass der 2. Oktober da ist."

Norbert Hofer, Präsidentschaftskandidat der FPÖ

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Interview: Michael Mandlik, Ralf Borchard

Kamera: Daniel Dzyak, Adrian Klinkan

Ton: Florian Lachinger

Schnitt: Christine Dériaz

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Kommentare (1)

Stephanie L. am

Die beiden Interviewer fand ich im positiven Sinne recht unaufgeregt, da sich bei vielen anderen österreichischen Fernsehsendungen die politische Gesinnung der eigentlich zu Neutralität verpflichteten Moderatoren durchschlägt und sie verbissen wirken, als wäre es ihnen ein persönliches Anliegen, Norbert Hofer in dem Interview „zerreißen“ und „vernichten“ zu wollen. Allerdings wurden auch in diesem Interview teilweise Fragen gestellt, mit denen Hofer bereits zu oft konfrontiert wurde und die deshalb mittlerweile „abgedroschen“ wirken, z. B. die Frage nach dem Satz „Sie werden sich noch wundern.“

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