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Vor einem Jahr am Budapester Ostbahnhof - 'Baba' organisierte Hilfe, wo die Regierung Zäune baute und gegen Flüchtlinge hetzte. Foto: BR | Attila Poth

Flüchtlinge in Ungarn
Stimmungsmache gegen die Fremden und ihre Helfer

Die Flüchtlinge nannten ihn liebevoll „Baba“ – der tätowierte Zweimeter-Mann mit ungarischer Mutter und ägyptischem Vater war der „gute Mensch vom Ostbahnhof“. Er organisierte Hilfe, wo die Regierung Zäune baute und gegen Flüchtlinge hetzte. Die Regierungspropaganda unterscheidet sich nicht mehr von rechtsextremen Parteien – darum geht es auch: Der rechtsradikalen Jobbik die Wähler abzujagen. Zwei Drittel der Ungarn goutieren das. Die harte Flüchtlingspolitik Viktor Orbans findet Unterstützung. Helfer wie „Baba“ dagegen werden diffamiert. Im Oktober stimmen die Ungarn in einem Referendum über die Flüchtlingsquoten ab. Propaganda-Plakate der Regierung machen bereits populistisch Stimmung: Sie setzen Flüchtlinge mit Terroristen gleich.

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Anfang September 2015 ist der Budapester Ostbahnhof komplett überfüllt - Freiwillige versuchen die gestrandeten Flüchtlinge notdürftig zu versorgen. Foto: BR | Attila Poth
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Kommentare (1)

Iréne S. am

Um illegale Einwanderer abzuwehren, will Grossbritannien im französischen Calais eine meterhohe Mauer errichten. Ohne Referendum, ohne Flüchtlingsquoten, ohne Populismus.
„Wir haben den Zaun gemacht, jetzt machen wir eine Mauer“, sagte Innenstaatssekretär Robert Goodwill am 06.09.2016 Dienstag vor Parlamentariern.
Die Bauarbeiten für die vier ( 4 ) Meter hohe und einen Kilometer lange Mauer an der Zufahrtsstrasse zum Hafen sollten noch in diesem Monat beginnen.
Tausende Flüchtlinge campieren seit Jahren in einem Lager bei Calais an der Küste des Ärmelkanals, um zu versuchen, auf Lastwagen oder Fähren nach Grossbritannien zu kommen.
Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hatte Ende vergangener Woche zwar eine Schliessung des Lagers angekündigt, einen präzisen Zeitplan nannte er aber nicht.

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