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Die ungarische Regierung lässt die am Ostbahnhof in Budapest gestrandeten Flüchtlinge mit Bussen an die ungarisch/österreichische Grenze bringen (Nacht 4./5. Sep. 2015). Foto: picture alliance | dpa

Vor einem Jahr eskalierte die Lage vor dem Budapester Ostbahnhof
Flüchtlingskrise: Die Nacht, als die Busse kamen

Die Nacht vom 4. auf den 5. September 2015 gilt als Wende in der Flüchtlingskrise. Bundeskanzlerin Angela Merkel entschied in nächtlichen Telefonaten mit dem damaligen österreichischen Kanzler Werner Faymann, für tausende in Ungarn gestrandete Flüchtlinge die Grenzen zu öffnen. Zuvor hatte sich die Lage am Budapester Ostbahnhof tagelang zugespitzt: Polizeieinsätze, notdürftige Versorgung, Hungerstreiks. Am 4. September machten sich tagsüber hunderte zu Fuß vom Budapester Ostbahnhof auf den Weg Richtung österreichische Grenze – die Bilder vom Fußmarsch entlang der Autobahn bei Budapest gingen um die Welt. Am Abend entschied die Regierung von Viktor Orban überraschend, die Flüchtlinge mit rund 100 Bussen zum Grenzübergang Hegyeshalom zu bringen. Viele Flüchtlinge zögerten – aus Angst, in ein Lager gebracht zu werden. Kurz nach Mitternacht verkündete Österreichs Kanzler Werner Faymann dann: die Grenze nach Nickelsdorf ist offen. Ralf Borchard hat die Nacht auf den 5. September am Budapester Ostbahnhof erlebt – ein persönlicher Rückblick.

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Am Budapester Ostbahnhof Keleti herrscht Anfang September 2015 Chaos - Die Flüchtlinge müssen auf dem Boden übernachten. Foto: BR | Attila Poth
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Kommentare (1)

Iréne S. am

Lieber Herr Bochard, bitte etwas mehr Weitsicht. Vergessen Sie die Flüchtlinge in Calais nicht. Sind es einige von Budapest 2015? Calais ist schon seit Jahren einer der Brennpunkte der europäischen Flüchtlingskrise. Die meisten Flüchtlinge in Calais hoffen, nach Großbritannien zu gelangen, wo sie sich mehr Chancen auf ein besseres Leben ausrechnen
Die französische Regierung will das umstrittene Flüchtlingslager in Calais endgültig schließen. Innenminister Bernard Cazeneuve sagte anlässlich eines Besuchs in der Hafenstadt am Ärmelkanal, das Camp solle schrittweise geräumt und abgebaut werden. Nach Schätzungen halten sich dort bis zu 10.000 Menschen auf, die nach Großbritannien gelangen wollen. Die Stadtverwaltung von Calais forderte eine sofortige Räumung. Nach Angaben des Innenministers ist derzeit die Rekordzahl von 1900 Polizisten im Einsatz. 200 weitere sollen hinzukommen.

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