Die Judoka Majlinda Kelmendi gewinnt Gold. Die erste olympische Medaille in der Geschichte des jungen Kosovo. Foto: picture-alliance | dpa

OLYMPIA-SPLITTER: Erstes Gold für Kosovo
Anerkennung durch Sport

Dass künftig auch Kosovaren unter der eigenen Flagge bei großen Fußball-Turnieren mitspielen können, das freut schon viele Bewohner des jungen Balkanstaates. Und jetzt auch noch Olympia: Mit Majlinda Kelmendi hat das kleine Land, das nur von etwas mehr als 100 Staaten weltweit anerkannt wird und nicht einmal von allen EU-Mitgliedern, eine erste Medaillen-Gewinnerin.

Die Judoka gewann in Rio die erste Kosovo-Goldmedaille. Unter Tränen, zu den Klängen der kosovarischen Nationalhymne, nahm sie die Ehrung in Rio entgegen. 2012 war die Athletin noch unter albanischer Flagge in London angetreten. „Ich wollte der Welt zeigen, dass Kosovo ein Land ist, in dem es nicht nur Krieg gibt“, sagte sie. Und für die junge Generation hatte sie auch einen Botschaft: Man kann alles schaffen, auch wenn man aus einem kleinen und armen Land kommt.

Serbien sieht die sportlichen Auftritte des Kosovo auf der Weltbühne kritisch. Belgrad ist gegen die Unabhängigkeit der ehemaligen serbischen Provinz. Die serbische Regierung hatte ihren Athleten deshalb geraten, den Kollegen aus dem Kosovo aus dem Weg zu gehen.

 

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