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Seit mehr als 18 Jahren ist Renate Bartok Hausbesorgerin und sie betreut über 100 Wohnungen. Foto: BR | Leon Stebe

Besuch bei einer Wiener Hausbesorgerin
Erst die Arbeit, dann der Dackel und dann der Mann

Sie bezeichnet sich selbst als die „Perle vom Fröhlichhof“: Renate Bartok ist Hausbesorgerin in einer Wohnanlage in Meidling, im 12. Wiener Bezirk. Wer eine Hausbesorgerin mit einer Hausmeisterin in Deutschland vergleicht, liegt schon falsch. Renate Bartok ist nämlich sehr viel mehr. Sie putzt das Treppenhaus, wechselt die Glühlampen, kehrt den Innenhof – aber sie ist zudem auch Seelsorgerin, Trösterin, die Hüterin der Hausordnung. Wer Müllsäcke einfach irgendwo hinstellt, bekommt einen freundlichen Hinweis von Frau Bartok. Sie macht ihren Job schon seit 18 Jahren. Die 57jährige kennt jeden Mieter persönlich. Sie kümmert sich liebevoll um Nachbarn, wenn sie krank sind. Sie fragt nach, wenn jemand im Haus schon länger nicht gesehen wurde. Wenn sich vor der Tür der Nachbarn Briefe und Prospekte stapeln, dann nimmt sie die Post natürlich mit. Sie fühlt sich verantwortlich für ihre Mieter. Hausbesorger, wie Renate Bartok, sind eine echte Wiener Institution.  Rund 1500 gibt es davon noch in den Wiener Gemeindebauten. Und es werden immer weniger – seitdem die österreichische Regierung im Jahr 2000 beschlossen hat, dass keine neuen Hausbesorger mehr eingestellt werden. Künftig sollen Dienstleister die Aufgaben immer mehr übernehmen. Die Mieter vom „Fröhlichhof“ sagen, es würde jemand fehlen, wenn Renate Bartok nicht da wäre. Vor allem würde ihre Leidenschaft fehlen, für die Nachbarn da zu sein. Und das rund um die Uhr.

Für mich ist das Wichtigste die Arbeit, damit verdiene ich mein Geld und versorge meine lieben Mieter, dann kommt mein Dackel, und dann kommt mein Mann

Renate Bartok

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Früher Hauswart, heute Hausbesorger. Eine echte Institution in den Wiener Gemeindebauten. Foto: BR | Leon Stebe
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Wenn Mistsackerln oder Schuhe vor der Tür stehen, dann mag ich das gar nicht

Renate Bartok
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