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Um die unkontrollierte Einreise zu verhindern, richtete Ungarn letztes Jahr zwei sogenannte Transitzonen an der Grenze zu Serbien - bei den Übergängen Horgos/Röszke und Kelebija/Tompa - ein. Nur dort können Flüchtlinge legal nach Ungarn einreisen, indem sie einen Asylantrag stellen. Nur je 15 Menschen werden täglich durch das „Tor“ gelassen. Foto: BR | Dejan Stefanovic

„Push-Backs“ über die Grüne Grenze
Ungarn schiebt verstärkt Flüchtlinge nach Serbien ab

Bis zu 3000 Flüchtlinge sollen sich nach offiziellen Angaben derzeit in Serbien aufhalten. Nachbar Ungarn schiebt gnadenlos aufgegriffene Schutzsuchende nach Serbien ab, egal wo sie herkommen. Insgesamt 30 Menschen pro Tag lassen die Ungarn offiziell durch sogenannte „Service-Tore“ über ihre Grenze. Die Warteliste ist lang. Richtung Serbien können sich die Flüchtlinge „frei“ bewegen. Für Ungeduldige schneiden Schlepper Löcher in den Zaun. Die serbische Regierung befürchtet jedoch zum „Parkplatz“ für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa zu werden. Für Hunderte gestrandete Flüchtlinge, vor allem aus Afghanistan, ist keine Lösung in Sicht. In Belgrad sind wegen der Situation an der ungarischen Grenze rund 100 Flüchtlinge in den Hungerstreik  getreten.

Falls es jemandem zu lange dauert, kann er die Transitzone jederzeit Richtung Serbien verlassen

Lajos Kosa, Fraktionschef der rechtskonservativen Fidesz-Partei

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Alleinreisende Afghanen - sie sitzen im selbstgebauten Zelt bereits seit drei Wochen in Horgos fest. Foto: BR | Karla Engelhard
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Dieser Grenzzaun und die Container befinden sich zwei Meter auf ungarischem Territorium. Technisch gesehen bringen die Ungarn diese Menschen nicht nach Serbien zurück, sondern entlassen sie auf ungarischem Territorium, nur mit dem ungarischen Grenzzaun im Rücken. In dieser Situation ist es nicht möglich, ein Rückführungsabkommen umzusetzen, weil es, rein rechtlich, keine Rückführung gegeben hat

Vladimir Cucic, serbischer Flüchtlingskommissar

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Spielende Kinder im serbisch-ungarischen Grenzgebiet

Video: Dejan Stefanovic

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