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Der Wiener Prater ist nicht nur das Riesenrad, sondern für die Wiener ein Panoptikum vieler kleiner Welten. Foto: picture-alliance | dpa

Ein Blick hinter die Kulissen
Der Prater – ein Universum mitten in der Stadt

Als Joseph II. 1776 sein Jagdgebiet mit dem Volk teilte, war nicht zu ahnen, was nach 250 Jahren aus dem Prater werden würde. Heute ist das sechs Quadratkilometer große Areal an der Donau Ausflugsziel der Wiener, Arbeitsplatz, Vergnügungsviertel.

Der Prater ist mehr als einfach nur ein großer Park. Der Prater ist ein Universum vieler kleiner Welten. Hier ist das Vergnügungsviertel mit den Buden und dem Wahrzeichen der Stadt, dem Riesenrad. Hier haben die Fiaker-Unternehmer ihre Ställe. Hier sind die Ausflugslokale, die die Wiener bevölkern. Hier machen sie Sport, hier wetten sie auf Pferde. Der Prater ist mit dem Leben der Wiener untrennbar verbunden, denn für viele ist das Gelände schlicht Sinnbild für ihre eigene Kindheit.

250 Jahre Prater – das ist auch eine Geschichte der Wiener Juden. Die Hakoah – hebräisch für Kraft – gibt es heute wieder. Der jüdische Traditionssport-Verein hat das gleiche Schicksal erlitten, wie viele der Mitglieder: Enteignung durch die Nazis, erst viele Jahre später Entschädigung. Auch im Wurstlprater – dem Vergnügungsviertel – sind Betriebe „arisiert“ worden.

Der Prater: Das war auch immer ein Laboratorium der Moderne. Im Wurstlprater wurden und werden immer neue Attraktionen ausprobiert. Aber hier begegnen sich auch die Menschen verschiedener Gesellschaftsschichten – der Prater ist auch ein Sozialexperiment. Ein Universum verschiedener Lebenswelten.

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Fiaker-Fahrerin Martina Michelfeit. Foto: BR | Stephan Ozsváth
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